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Stufen aufs Ohr

Stufen.aufs.Ohr – jede Woche 3 gute Minuten mit verschiedenen Impulsgebern.

Eigentlich ist es Stufen zum Lauschen – für Zwischendurch.

Früher wurde es Reliphon genannt, denn vor vielen Jahren war dieser 3 Minuten Impuls eine Möglichkeit für Waltraud Mäschle (Gründerin von Stufen des Lebens oder damals noch Religionsunterricht für Erwachsene) mit den Mitarbeitern*innen im Kirchenbezirk Weinsberg in Kontakt zu sein – besonders während ihrer Krankheitszeiten.

Über viele, viele Jahre hat Margret Trojer das Reliphon fast jeden Montag mit einem Impuls für die neue Woche besprochen. DANKE MARGRET!!!

Dann kamen ein paar weitere Stimmen dazu und heute sind wir ein kleines Team, das abwechselnd diesen 3-Minuten-Impuls aufs Ohr spricht.

Zu Anfang konnte man diesen Impuls nur per Anrufbeantworter abhören, dann gab es ihn auch über die Website zu lesen oder zu hören und mittlerweile kann man diesen per WhatsApp, Telegramm oder Youtube Kanal direkt beziehen.

Hören Sie doch mal rein. Wir finden, es lohnt sich!

Ein Freund, ein guter Freund…

Stufen.aufs.Ohr Dezember 22 Nr. 1 von Damaris Friedrich

Derzeit halte ich den Kurs „Weil du Ja zu mir sagst“ an meinem Wohnort. Ich freue mich, dass viele gekommen sind, um mit mir den Kurs zu erleben. Letzte Woche ging es um das Gleichnis des bittenden Freundes aus Lukas 11,5-13.

Jesus nimmt uns bei diesem Gleichnis mit in eine „Vorstellungswelt“ hinein: Stellt euch vor ihr hättet einen Freund…

Ja, einen Freund – was ist ein Freund oder was ist sogar ein guter Freund? Welche Eigenschaften fallen dir dazu ein?

Loyal, herzlich, mir zugewandt, durch dick und dünn miteinander gehen, lachen, miteinander weinen, etwas erleben, leiht mir sein Ohr, ein Helfer, echt sein können, jemand zum Pferde stehlen oder bei dem ich mitten in der Nacht klingeln kann… und das könnte noch so weiter gehen…

Ich glaube das sind alles Dinge, die wir mögen und nach denen wir uns immer wieder sehnen.

In meinen Ohren klingt das Lied aus dem Film „Die 3 von der Tankstelle: „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt; ein Freund, bleibt immer Freund und wenn die ganze Welt zusammenfällt…“

Den Lebensmomenten oder Lebensabschnitten, in denen unsere Welt schon mal zusammengefallen ist, wenden wir uns in unseren Kursen ganz bewusst zu – was nicht immer leicht, schön oder angenehm ist. Aber es ist Realität. Es gehört zu unserem Leben. Ist ein Teil von uns – und deshalb wenden wir uns dem auch zu – nicht um darin zu verharren, sondern weil wir um einen Freund wissen, der ein wirklich guter Freund ist und der tatsächlich ein Freund bleibt – auch wenn die ganze Welt zusammenfällt.

Ich meine Jesus – denn er bringt sich in diesem Gleichnis mit ins Spiel.

Er erzählt, dass uns unser Freund doch geben würde, worum wir bitten – mitten in der Nacht – ob aus Liebe, Treue, Hilfsbereitschaft oder einfach weil wir fragen und er sich uns verbunden fühlt.

Und dann sagt er: Wie viel mehr wird uns der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben, denen, die ihn darum bitten.

Letztendlich, glaube ich, bedeutet das: wenn WIR schon gute Freunde sein können, wieviel mehr oder wie gerne ist Jesus uns ein guter Freund – der zu uns hält – auch wenn wir mitten in der Nacht kommen mit unseren Sorgen, Ängsten – unserer zerbrochenen Welt.

Er wartet auf uns und empfängt uns mit offenen Armen und spricht: Ich hab dich und die anderen auf dieser Welt so geliebt, dass ich auf die Erde gekommen bin- um bei dir zu sein und dir und dieser zerbrochenen Welt Heilung zu schenken. Eine gesegnete Woche mit Jesus wünscht Damaris Friedrich

Geh zur Quelle…

Stufen.aufs.Ohr November 22 Nr. 4 von Margret Trojer

Geh zur Quelle

Am 26. November 2013 ist mein Mann Gerhard verstorben. Neun Jahre ist das jetzt her und ich erlebte schwere Zeiten. Immer wieder bis heute begegneten mir Begebenheiten, die mich voll getroffen haben. Sei es sein Füller, der mir in die Hände kam, ein Heft, in dem Notizen über einen Triefensteinaufenthalt standen, gewaltig war das Auffinden seines Reisepasses, der noch nicht abgelaufen war, aber er schon jahrelang tot. Im Gottesdienst wird  Psalm 146 gelesen, der mit Vers 4 das Wort bei seiner Beerdigung war. Gar nie vergessen werde ich den Moment als er mit Blutdruck 170 verstorben ist, was die Ärzte absolut ausgeschlossen hatten, ich sah wie in einem Film, wie er an der Hand von Jesus weggegangen ist. Jesus im weißen Gewand, er als Kind an seiner Linken, so gingen sie davon und ich sagte laut in den Raum: jetzt wurde er abgeholt.

Ich habe in diesen neun Jahren viel gelernt und ich kann sagen, es geht mir schon einige Jahre wieder gut, so anders gut.

In diesem Herbst erlebte ich, dass mich Gott mit meinem neuen Wissen deutlich einsetzte. Ich war eines Tages hin und her gerissen, ob ich nun ins Solebad fahren soll oder nicht. Ich beschloss, meine stille Zeit genau zu beobachten, ob ich eine Antwort kriege. Und sie kam deutlich: Geh zur Quelle hieß es da und ich fuhr los. Kaum im Außenbecken angekommen, sprach mich eine Frau an, es war sachlicher Art, wegen der neuen Baderegeln. Es gab ein Stichwort von ihr, sie sei grad noch auf dem Friedhof gewesen am Grab von ihrem Mann. Ach sagte ich, wie lang ist es her? Sie antwortete,  im November sinds 2 Jahre. Ich sagte, dass es bei mir auch im November 9 Jahre sind. Da schaute sie mich an und fragte: Wird es denn besser? So redeten wir eine Stunde über Trauer und wie es einem dabei so geht, auch dass es besser wird, aber eben anders. Grad wie sie auftauchte war sie auch wieder weg, ich sah sie nicht mehr, aber ich wußte, dass ich genau heute an diesem Platz gebraucht wurde und staune immer wieder über Gott, wie er lenkt und leitet, wenn wir dafür hellhörig sind und danach handeln.

Ich grüße sie mit dem Lieblingslied meines Mannes: Zünde an Dein Feuer, Herr im Herzen mir. Und ja, es ist wieder Advent…. Ihre Margret Trojer

Und vergib uns…

Stufen.aufs.Ohr November 22 Nr. 3 von Hans-Martin Steffe

„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“
„Mit dieser Bitte komme ich nicht klar“, sagte einer bei Stufen des MännerLebens.
Einen intensiven Vaterunser-Kurs hatten wir vorletztes Wochenende in Baden. 15 Männer mit Frieder Gutscher und mir. Jeder hatte sein Namensschild mit seinem Vornamen beschriftet. Einige Male hatten wir den Auftrag unser Namensschild zu platzieren. In der dritten Einheit sollten wir uns zu der Bitte stellen, mit der wir uns am meisten auseinandersetzen wollten. Alle Teilnehmer wählten eine der Unser-Bitten. Einige eben die Vaterunser-Bitte: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“

Dass wir alle immer wieder schuldig werden, darin stimmten wir überein. Aber wie ist das mit dem Vergeben und Vergeben bekommen? Wie gehören die zusammen? Es kann doch nicht sein, dass wir erst anderen vergeben müssen, die an uns schuldig wurden, bevor wir vergeben bekommen. Da wären wir überfordert. Das ist das große Angebot unseres Vaters im Himmel, dass er uns von Herzen gern vergibt. Das legt uns Jesus ans Herz in dem Gebet, dass er uns gelehrt hat. Gebt eure Schuld los. Gebt sie dem Vater im Himmel um Jesu Willen, der alle Schuld der Welt an seinem Kreuz getragen hat.
Anderen vergeben ist keine Vorbedingung, um Vergebung von Gott zu erhalten. Aber das andere stimmt auch. Wir können Vergebung nicht empfangen und bewahren, wenn wir denen, die an uns schuldig wurden, ihre Schuld behalten und ihnen nicht vergeben. Dann würden wir aus der Vergebung fallen. Unsere Welt, unsere Gesellschaft, braucht Menschen, die versöhnlich leben. Die anderen die Schuld nicht behalten, die um Vergebung bitten und vergeben.

Manchmal sind wir allein überfordert und brauchen einen anderen, vor dem wir unsere Schuld aussprechen und der uns im Namen Jesu die Vergebung zuspricht. Dietrich Bonhoeffer hat es zu seiner Zeit so ausgedrückt: „Der Christus im Bruder ist größer als der Christus in mir“. Sünden bekennen ist der fast vergessene Schatz der Beichte.

Übrigens als wir alle einfachen Dein-Bitten und die komplizierteren Unser-Bitten durchbuchstabiert und mit den beeindruckenden Interaktionen im Bodenbild gelegt hatten, sollte jeder nochmals sein Namensschild neu an die Bitte legen, mit der er sich auf den Weg begeben wollte. Zu unserer Überraschung standen jetzt alle Namensschilder bei den Dein-Bitten. Am Ende ging es nicht mehr primär um unsere Probleme, sondern um Raum für den himmlischen Vater.

Schalom und liebe Grüße

Hans-Martin Steffe

Ein Fenster zum Himmel

Stufen.aufs.Ohr November 22 Nr. 2 von Traudel Krause

Ganz vorne in der Bibel gibt es die Geschichte von Noah und seiner Arche. Er hatte den Kasten gebaut, genau nach Gottes Anweisungen. Ein Fenster sollte lediglich nach oben sein. Er hatte das Schiff beladen, genau nach Gottes Anweisungen.  Und dann waren er und die Seinen in der Arche. Es regnete 40 Tage. Wer mag, kann die Geschichte lesen in 1.Mose Kapitel 7 und 8.

Immer wieder frage ich mich, wie Noah diese schwere Zeit erlebt hat. Eingesperrt in den engen Kasten, gefangen in der Dunkelheit, der Einsamkeit, Enge und der Angst. Keine Aussicht, kein Fenster außer nach oben, keine Perspektive. In der Geschichte steht davon nichts wie es Noah geht. Er bleibt stumm von Anfang bis Ende, nur Gott redet in dieser Geschichte. Ich stelle mir aber vor, dass Noah in dieser Zeit durchaus gesprochen hat, dass er vor allem mit Gott gesprochen hat – vielleicht so: „Ich habe heute wieder die Dachluke aufgemacht, das Fenster, ich weiß nicht zum wievielten Mal schon, um hinauszuschauen, um nachzusehen, ob sich etwas verändert hat draußen. Heute meine ich, der Regen habe nachgelassen, der Himmel sei heller geworden, aber vielleicht täusche ich mich. In gar nichts bin ich mehr sicher bei allem was ich erlebt habe. Was soll nur noch werden, Gott, was hast du mit mir vor?? Wie lange willst Du uns hängen lassen? Willst du mich auf die Probe stellen? Willst Du meinen Glauben prüfen? Ich habe diese Arche so gebaut, wie Du es gewollt hast – zu unserer Rettung. Aber immer mehr kommen mir Zweifel in den letzten Wochen, ob sie uns wirklich schützen kann. Mich quält die Angst, dass du uns vergessen haben könntest, Gott. Ich muss wieder die Luke aufmachen, ich will die Hoffnung nicht aufgeben. So unsinnig es scheinen mag, die Hoffnung, dass du an uns denkst und dass du mehr mit uns vorhast als das bloße Überleben in diesem engen Kasten.“

Es hat, so erzählt die Geschichte tatsächlich aufgehört zu regnen. Das Wasser sank und die Arche setzte auf dem Gebirge Ararat auf. Noah lässt eine Taube fliegen und beim dritten Anlauf bringt sie ein Ölblatt als Zeichen des Lebens. Ich stelle mir Noah vor, wie er dieses Blatt in Händen hält und wie er weiß, dass Gott ihn gehört hat. Dass Gott ihm Leben schenkt.

So wünsche ich uns allen, dass auch wir, die wir uns in mancherlei Krisen befinden ein solches Fenster zum Himmel haben, uns ein Ölblatt zufällt, als Zeichen des neuen Anfangs, als Zeichen des Lebens, das Gott uns selber schenkt. Und ich wünsche uns, dass wir dann auch unsere Fenster und Luken aufmachen, um dieses Zeichen in Empfang zu nehmen.

Es grüßt Sie und euch Traudel Krause

Jede Woche ein neuer Impuls

Abonnieren Sie einfach unseren Youtube Kanal Stufen des Lebens oder lassen Sie sich das Stufen.aufs.Ohr jeden Montag als WhatsApp-Audionachricht direkt aufs Handy schicken. Das nennt man Broadcast.

Dabei schicken wir die Nachricht direkt auf Ihr Handy, genauso wie wenn jemand eine Nachricht direkt an jemanden schickt. Keine andere Person bekommt das mit. Ihre Daten bleiben anonym. Wenn man antwortet, erscheint die Antwort in keinem Chat, sondern nur „Stufen aufs Ohr“ erhält sie.

So melden Sie sich zu Stufen.aufs.Ohr per WhatsApp an:

  1. Unter Kontakten im eigenen Handy: Stufen aufs Ohr mit der Nummer: 0174/5925224 anlegen.
  2. An diesen Kontakt „Stufen fürs Ohr-Nummer“ eine What’sApp Nachricht schreiben: Einen Namen, unter dem wir Sie abspeichern dürfen und die Nummer die wir dazu abspeichern sollen. Das ist alles, was wir brauchen und auch alles, was wir unter dieser Nummer speichern.
  3. Dann kommt das „Stufen auf Ohr“ montags direkt aufs Handy – ohne, dass man irgendetwas tun muss ODER ohne, dass es irgendjemand anderes lesen kann.

Wir sind gespannt und dankbar für diese Möglichkeit und freuen uns auf eine lange Verteilerliste!

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