Stufen aufs Ohr

Stufen.aufs.Ohr – jede Woche 3 gute Minuten mit verschiedenen Impulsgebern.

Eigentlich ist es Stufen zum Lauschen – für Zwischendurch.

Zu Anfang konnte man diesen Impuls nur per Anrufbeantworter abhören (07134-3353), dann gab es ihn auch über die Website zu lesen oder zu hören und mittlerweile kann man diesen per WhatsApp, Telegramm, Youtube Kanal (Anleitung dazu siehe unten) und als podcast direkt beziehen bei diesen Plattformen: apple podcasts, Spotify, Podcast.de, Amazon, google, deezer).

Dieser Impuls startete als „Reliphon“, denn vor vielen Jahren war dieser 3 Minuten Impuls eine Möglichkeit für Waltraud Mäschle (Gründerin von Stufen des Lebens oder damals noch Religionsunterricht für Erwachsene) mit den Mitarbeitern*innen im Kirchenbezirk Weinsberg in Kontakt zu sein – besonders während ihrer Krankheitszeiten. Danach hat Margret Trojer, eine Mitarbeiterin von Anfang an aus dem Kirchenbezirk Weinsberg, jeden Montag diesen Impuls gegeben. Mittlerweile sind wir ein kleines Team, das abwechselnd diesen 3-Minuten-Impuls aufs Ohr spricht.

Hören Sie doch mal rein. Wir finden, es lohnt sich!

Brannte nicht unser Herz

Stufen.aufs.Ohr April 24 Nr. 2 von Traudel Krause

„Brannte nicht unser Herz“, so sagen es die Jünger, die nach Emmaus gegangen waren und beim Brotbrechen Jesus den Auferstandenen erkannten. „Als sie aber das hörten, gings ihnen durchs Herz“ so wird von der ersten Gemeinde in Jerusalem in der Apostelgeschichte erzählt. Wann brannte das Herz? Was hörten sie? Ich stelle sie mir vor, die Jünger und die vielen die sich inzwischen zu ihnen gesellt hatten, wie sie es immer wieder hören wollten, erzählen wollten, dass das Grab leer war, dass Jesus nicht im Grab liegt, sondern dass er sich in vielfältiger Weise den Jüngern nach der Auferstehung zeigte.

Wann war das in meinem Leben, dass die Worte Jesu mir durchs Herz gingen, dass mein Herz gebrannt hat oder wie wir heute sagen würden, wir berührt wurden? Was war es in den letzten Wochen, was mich berührt hat? Wir sehnen uns danach, dass etwas uns berührt, das es mitten in mein Leben hineinspricht und ich erschüttert werde. So, dass es eine Veränderung geben kann. So eine Berührung ist wie eine Quelle, aus der Freude und Kraft sprudeln. Wenn ich daran zurückdenke, werde ich wieder durchströmt und spüre es aufs Neue. Es ist wie eine Vergewisserung: Jesus ist da, jetzt!

Am Ostersonntag feierten wir die Osternacht mit einer großen Gruppe im Kloster Maihingen. Am Tag zuvor war es möglich, sich einer Vorbereitungsgruppe zu zuordnen. Ich wollte gerne beim Chor dabei sein.

Begonnen hat der Gottesdienst am Osterfeuer in der Dunkelheit. Nach einigen Stationen des Gottesdienstes, den Lesungen, Liedern und der Tauferinnerungsfeier kam die Abendmahlsfeier, die mich sehr bewegte. Danach sangen wir, der Chor ein Lied, das ich bisher nicht kannte. Dieses Lied ging mir durchs Herz. Da ging etwas in mir auf und kam zum Fließen.

„When I am down, and oh, my soul´s so weary. When troubles come and my heart burdened be. Then I am still and wait here in the silence until you come and sit a while with me.You raise me up so I can stand on mountains, You raise me up to walk on stormy seas. I am strong when I am on your shoulders. You raise me up to more than I can be.“

Wenn ich niedergeschlagen bin und meine Seele betrübt ist. Wenn Schwierigkeiten sich ausbreiten und mein Herz schwer trägt. Dann werde ich ruhig und warte hier in der Stille, bis du kommst und bei mir eine Weile sitzt. Du hilfst mir auf, so dass ich die Berge bewältigen und durch stürmisches Wasser gehen kann. Ich bin stark, wenn ich deine Schulter spüre. Durch dich bin ich, mehr als ich je war. 

Was war das, wodurch wurde ich so stark berührt? Ich bin überzeugt, dass der Heilige Geist meine verletzten Stellen kennt und mich an diesen Stellen berührt. Dass etwas heil werden kann.

Ich wünsche Euch und Ihnen immer wieder diese Momente, in denen unser Herz brennt.

Ihre Und eure Traudel Krause

…und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unser’n Schuldigern

 

Stufen.aufs.Ohr April 24 Nr. 1 von Hans-Martin Steffe

„Pardonner c’est son métier“, spottete der Aufklärer Voltaire gegen Gott. Aber im Kern hatte er Recht. „Vergeben ist Sein Anliegen.“ Gottes Lebensprinzip ist Vergeben und Versöhnen. Daran hat er Freude. Gott will nicht vergelten und bestrafen. Mit Worten des Apostels  Paulus im 2. Korintherbrief: „Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“ Gottes Lebensprinzip ist Vergeben und Versöhnen. Dietrich Bonhoeffer hat in der dritten Strophe seines Gedichtes: „Christen und Heiden“ geschrieben:
„Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,
stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod
und vergibt ihnen beiden.“

Darum ist die 5. Bitte des Vaterunsers so verheißungsvoll:
„und vergib uns unsere Schuld“. Wir dürfen darauf setzen, dass es Gottes Herzensanliegen ist, uns zu vergeben, wenn wir ihm unsere Schuld bekennen. Oder mit Worten aus dem
1. Johannesbrief: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Er treu und gerecht, dass Er uns unsere Sünden vergibt.“ Gottes Lebensprinzip ermöglicht das, was für uns lebensrettend ist.
Vor Gott sollen und dürfen wir unsere Schuld bekennen. Das hat Verheißung und befreit. Wir müssen nicht über uns verzweifeln. Wir müssen uns aber auch nicht überheben und perfekt sein. Wir leben von der geschenkten Rechtfertigung, die Jesus durch seine Hingabe aus Liebe für uns erwirkt hat. Um Vergebung bitten befreit zur Menschlichkeit.

Gottes Lebensprinzip in Anspruch nehmen will sich durch uns in der Welt verwirklichen. Es ist eines Christenmenschen würdige Konsequenz der Vergebung, dass wir beten und leben “wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Vergeben ist nicht billig. Vergeben kann man nicht einfordern. Ich kann mich nicht selbst entschuldigen. Wenn wir sagen: „Ich entschuldige mich“, sagen wir, was wir nicht können. Um Entschuldigung können wir nur den bitten, an dem wir schuldig geworden sind. Vergeben ist nicht Fünfe grad sein lassen. Vergeben ist Ausdruck der Freiheit. Vergeben ist nicht Unrecht unter den Teppich kehren oder „Schwamm drüber“. Vergeben ist ehrliches Benennen. Aber Vergeben behaftet den anderen nicht bei seinem Unrecht. Vergeben ist ein Akt der Freiheit.
Ein säkularer Hochzeits- und Trauerredner sagte mir: „Was mich am christlichen Glauben beeindruckt: Er lebt aus dem Prinzip Vergebung. Das ist einzigartig“.

Lasst uns den Unterschied machen. Schalom und liebe Grüße

Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten

Jesus, meine Hoffnung lebt

Stufen.aufs.Ohr – März 24 Nr. 4 von Damaris Friedrich

Noch sind wir vor Ostern, in der Kar-Zeit. Gestern oder vor einigen Tagen – je nachdem, wann du diesen Impuls hörst:

Palmsonntag – hoffnungsvoller Einzug Jesu in Jerusalem. Die Leute jubeln ihm zu, wedeln mit den Palmblättern – Freude bricht sich Bahn:

Unser Erlöser kommt!

Der König zieht in seiner Stadt ein!

Die Hoffnung vibriert in Jerusalem.

Ich kann das vor meinem inneren Auge sehen, spüre die Freude im Bauch…

Kennt ihr das auch – dass ihr euch so auf etwas freut oder über etwas?

Dass ihr die Hoffnung im ganzen Körper spürt?

Vielleicht auf das Ende einer bedrückenden Zeit

oder auf einen Neuanfang?

Auf jemanden, der kommt – oder endlich geht?

Was für eine Achterbahn der Gefühle wartet auf die Menschen, die Jünger – ja und auch auf Jesus.

Gemeinschaft mit den engsten Freunden beim letzten Mahl,

in dem Wissen, dass einer von ihnen ihn betrügen wird.

Ringen um Nähe mit seinen Freunden, die einschlafen,

Soldaten, Schwerter, Abführen

Wut, Hilflosigkeit, Verleumdung,

Angst und Schmerz, Folter und Qual bis zum Tod.

SCHWARZ.

Die Hoffnung gestorben.

Und diese stirbt doch zuletzt – sagen wir, oder?

Das Ende?

Ich erinnere mich an manche tiefen Momente meines Lebens,

wo ich hoffte, auf innere Freiheit und Aufatmen in Beziehungs-Situationen und Lebensträumen;

wo ich hoffte, auf Erlösung von Krankheit und Schmerz meines Vaters und meiner Mutter und uns allen, die mitlitten;

wo ich hoffe auf Veränderung, Durchdringen von Jesu Gnade und Heilung in Lebenssituationen meiner Freunde und Verwandten.

Achterbahn der Gefühle

Ich spüre das Schwarz in diesen Situationen – mit aller Hilflosigkeit, Ohnmacht, Wut und Verzweiflung.

Dann der Morgen nach 3 Tagen – vielleicht kam es ihnen wie eine Ewigkeit vor.

Das Grab ist leer. Helles Licht aus dem dunklen, schwarzen Grab.

Eine Stimme, die beim Namen ruft.

Jesus lebt.

Die Hoffnung lebt.

Erst nehme ich das weiße Licht der Engel wahr, langsam kommen die Farben dazu – das Grün des Grases und der Bäume, das Rosa der Knospen.

Die Hoffnung wacht in mir wieder auf –

auch für meine Situationen, meine Freunde, meine Familie…

Wenn Jesus lebt – dann ist Hoffnung da – wenn auch vielleicht zart und zögerlich.

Hoffnung in Jesus, ist etwas, das außerhalb meiner selbst ist.

Ich kann und muss es nicht machen, nicht aus mir heraus produzieren.

Die Hoffnung kommt mir entgegen – in Jesus Christus –

sie schenkt sich mir und ich darf empfangen.

Breite deine Arme aus und empfange den lebendigen Jesus Christus!

Hallelujah! Meine Hoffnung lebt.

Gesegnete Ostern wünscht Eure Damaris Friedrich

Die eine Stimme hören

Stufen.aufs.Ohr März 24 Nr. 3 von Christine Sommer

In der Akustik gibt es eine Methode, mit einem unerwünschten Geräusch, wie z.B. Straßenlärm umzugehen, indem es durch ein anderes, positiv empfundenes Geräusch übertönt wird, zum Beispiel ein Wasserfallgeräusch. Das unerwünschte Geräusch ist trotzdem noch da, wird aber nicht mehr wahrgenommen, obwohl die Gesamtlautstärke steigt.

In älteren James Bond Filmen stellt Bond, damit ein Gespräch im Hotelzimmer nicht abgehört werden kann, die Dusche an. Das rauschende Wasser verhindert, dass man seine Worte verstehen kann.

Wir sind in der Passionszeit. Eigentlich die Zeit, in der die Kirchen dazu aufrufen, sich über sein Verhalten Gedanken zu machen, Buße zu tun, also etwas zu verändern, in eine andere Richtung zu denken.

Ich nehme dies aber gerade nicht wahr. Woran liegt das? Ich finde, wir werden praktisch überflutet mit nicht-religiösen Aufrufen, unser Leben zu ändern. Die Spanne reicht von was ich essen und trinken soll, wie ich schlafen soll, über mein Einkaufsverhalten, meine Heiztechnik, meiner Work-Life-Balance, den richtigen Sport, über Fortbewegungsmittel, zum Medienkonsum, einer politisch korrekten Gesinnung und so weiter.

Das ist mir inzwischen so laut geworden, dass ich merke, wie ich zu mache. Ich verschließe mich gegen alle Aufrufe, weil mich das, was ich alles soll, überfordert und ich will nichts mehr hören. Es sind so viele Marktschreier unterwegs, dass ich die Stimme aus der Wüste, die ruft, dass das Himmelreich nahe ist, nicht mehr hören kann.

Dabei ist das doch das Elementare, das was wirklich Bestand hat. Und im Unterschied zu allen anderen Stimmen, muss ich die Veränderung nicht aus eigener Kraft, aus eigenem Vermögen, aus eigener Leistung bringen. Ich muss mich nur entscheiden, die Tür zu öffnen für Jesus. Das Wachstum des Himmelreichs, dieser Reichtum, der sich mir entfaltet, wächst allein durch Gottes Kraft.

Gerade jetzt im Frühling können wir beobachten, wie reich und farbenfroh die Natur sich zeigt. Jede Pflanze entwickelt ihre eigene Schönheit, ihre Besonderheit. Das Gras wächst, ohne, dass wir daran ziehen müssen.

Auch wenn Sie wie ich vielleicht den Lärm der vielen Stimmen satt haben, so versuchen Sie doch die leise Stimme des Johannes herauszuhören und öffnen Sie Ihre Herzenstür, so wie die Fenster jetzt im Frühling, um frischen Geist einziehen zu lassen.

Ihre Christine Sommer

Jede Woche ein neuer Impuls

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Dabei schicken wir die Nachricht direkt auf Ihr Handy, genauso wie wenn jemand eine Nachricht direkt an jemanden schickt. Keine andere Person bekommt das mit. Ihre Daten bleiben anonym. Wenn man antwortet, erscheint die Antwort in keinem Chat, sondern nur „Stufen aufs Ohr“ erhält sie.

So melden Sie sich zu Stufen.aufs.Ohr per WhatsApp an:

  1. Unter Kontakten im eigenen Handy: Stufen aufs Ohr mit der Nummer: 0174/5925224 anlegen.
  2. An diesen Kontakt „Stufen fürs Ohr-Nummer“ eine What’sApp Nachricht schreiben: Einen Namen, unter dem wir Sie abspeichern dürfen und die Nummer die wir dazu abspeichern sollen. Das ist alles, was wir brauchen und auch alles, was wir unter dieser Nummer speichern.
  3. Dann kommt das „Stufen auf Ohr“ montags direkt aufs Handy – ohne, dass man irgendetwas tun muss ODER ohne, dass es irgendjemand anderes lesen kann.

Wir sind gespannt und dankbar für diese Möglichkeit und freuen uns auf eine lange Verteilerliste!

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