Reliphon / Stufen aufs Ohr

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An den Rand gekommen .... ()

Margret TrojerMargret Trojer, 22. Juni 2015
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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Reliphon am 22. Juni 2015
Margret Trojer
Heute darf ich Sie für Ihren Kalender herzlich einladen zu unseren Tagen der Begegnung am 14. Juli abends oder am 15. Juli vormittags im Gemeindehaus in Willsbach. In der Nachlese zu unserem Frühjahrskurs: Quellen aus denen Leben fließt, fand ich die Geschichte der Frau am Jakobsbrunnen von Waltraud Mäschle mit ihren Worten, aus der Sicht der Frau, erzählt. Sie steht bei Johannes 4 Verse 1 – 30, zum nachlesen. Ich werde sie ein klein bißchen gekürzt widergeben: Jeden Tag, wenn ich hier zum Brunnen komme um Wasser zu schöpfen, höre ich die Worte, die Jesus zu mir gesprochen hat. In mir setzt sich das Gespräch von damals fort. Es ist mir, als ob ich tatsächlich von diesem lebendigen Wasser trinke und erfrischt werde, von dem Jesus gesprochen hat. Jetzt lebe ich wieder. Jesus selbst ist für mich zur Quelle geworden aus der Leben fließt. Ich war ausgetrocknet, völlig einsam und von Mißtrauen geprägt, müde gelaufen und durchlöchert von den Blicken der Menschen, einem verstopften Brunnen gleich. Und dann kam dieser Tag: in der sengenden Sonne saß Jesus am Brunnenrand und bat mich „gib mir zu trinken“! Er war Jude, das verblüffte mich, ich wehrte ab, aber er redete beharrlich weiter und sprach vom lebendigen Wasser, das er mir geben kann, wenn ich nur will. Ich werde nie mehr Durst haben sagte er und ich spürte, dass da mehr dahinter war als ich begriff. Der Gedanke gefiel mir, nie mehr Wasser holen müssen und ich bekam Vertrauen zu diesem Fremden. Ganz unvermittelt forderte er mich auf, meinen Mann zu holen. Damit traf er mitten ins Herz, genau an meine wunde Stelle. Eigenartiger Weise waren seine Worte nicht verletzend oder bloßstellend, eher befreiend. Er sah mich dazu an, als ob er sagen wollte: ich kenne deine unerfüllte Sehnsucht, ich kenne deine Schuld und formulierte für mich ein Schuldbekenntnis: Fünf Männer hast du gehabt….Während des Gesprächs gingen mir die Augen auf: Er ist Christus, der Messias, auf den wir warten. Er kann mir lebendiges Wasser schenken – sich selbst! Und ich fühlte, als ob eine Quelle durch mich hindurch fließen würde. Ich rannte zurück ins Dorf, ich hatte keine Angst mehr, ich hatte Jesus greifbar erlebt. Ich war an den Rand gekommen und er hat mein Leben wieder lebendig gemacht. Seht auch ihr, ob er nicht der Christus ist, auch für euch, die Quelle des Lebens. Ihre M. T.

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