Reliphon / Stufen aufs Ohr

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... halbvoll sein ()

Margret TrojerMargret Trojer, 1. Juni 2015
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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Reliphon am 1. Juni 2015
Margret Trojer

Wenn ich im Fitnessstudio auf meinem Rad sitze und 45 Minuten nach der Herzfrequenzuhr radeln muss, ist das ziemlich anstrengend. Der Puls muss sich innerhalb einer Zone bewegen, damit im Laufe der Zeit sich mein allgemeiner Wert steigert; denn er zeigt nach Jahren immer noch niedrig an. Ich bin auf einem guten Weg und es ist interessant, was Ausdauer ausmacht. Nun sagte ich „muss“, besser hört sich „darf“ an, ich darf radeln und wenn ich nach gut 20 Minuten eigentlich genug hätte, kann ich mich motivieren, indem ich mir sage: O schon die Hälfte geschafft, oder ich denke resignierend: nochmals mehr als 20 Minuten. Ja, ist das Glas noch halb voll oder schon halb leer? Am Pfingstsonntag war ich auf dem Missionsfest der Liebenzeller Mission. In dem riesigen Zelt gab es ein paar ganz kleine Öffnungen als Luftzufuhr oder Notausgang. Irgendwie kam ein Vögelchen ins Zelt herein, drehte einmal seine Runde und flog auf Anhieb durch die kleine Lücke wieder hinaus. Am nächsten Tag praktizierten das gleich 3 Vögel hintereinander – eine Runde über den Altar und die Bühne und schwupps blitzschnell hinaus, aber sowas von schnell und zielsicher. Ganz selbstverständlich kam mir das vor an Pfingsten, es waren zwar keine Tauben aber der heilige Geist war deutlich spürbar und durch die Vögel auch sichtbar. Steffen Kern predigte zur Jahreslosung aus Römer 15: nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob. Er erinnerte an das Lied: Jesus nimmt die Sünder an, saget doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Weg gefallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an. Ja ER nimmt uns an so wie wir sind: Jesus nimmt die Frau am Brunnen als Sünderin an, ebenso Zachäus, ein korrupter Mensch – Jesus sieht ihn, ruft ihn beim Namen, geht in das Sünderhaus hinein so wie es ist und Zachäus kommt zur Vernunft. So nimmt Jesus eines Tages auch uns bei sich auf mit all dem was wir mitbringen und wir müssen nicht fragen, ob wir genug getan haben; denn ER hat alles für uns getan, seine Gnade reicht für alle; denn Jesus nimmt die Sünder an; ER wird den Himmel auftun; denn unsere Namen sind bei IHM aufgeschrieben. Lassen wir doch diese Woche das Glas halbvoll sein – vielleicht sieht man sich am Stand von Stufen des Lebens beim Markt der Möglichkeiten auf dem Kirchentag? Ihre M. T.

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