Reliphon

Advent- Zeit der Vorbereitung ()

Margret TrojerMargret Trojer, 15. Dezember 2014
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon am 15. Dezember 2014
Margret Trojer

Advent – Zeit der Vorbereitung
Die dritte Kerze erhellt den Raum, die Hälfte der Warte – und Vorbereitungszeit ist überschritten. Die Weihnachtsmärkte ziehen Halbzeitbilanz mehr oder weniger zufrieden.
Wie ginge es uns, wenn wir 4 Wochen lang unseren Geburtstag vorab feiern, mit Trubel und schlemmen? Sicher würden wir am Geburtstag selber einen Erschöpfungszustand zeigen und wollten gar nichts mehr wissen, gleich gar nicht von Essen und Trinken in Fülle. So machen wir es mit Weihnachten, dem Geburtstag unseres Herrn Jesus. Ich hörte von jemandem, dass es bei ihm als Kind daheim die ganze Adventszeit durch keinerlei Süßigkeiten gab, ausgenommen der Nikolaustag, der damit auch etwas Besonderes war. Selbst am Geburtstag der Mutter mitten im Dezember gabs keine Ausnahme. Die Plätzchen wurden 4 Tage vor Heilig Abend gebacken und versteckt, um am Heiligen Abend bei der Bescherung sehnsüchtig erwartet zu werden. Das war Advent, Erwartung, Fastenzeit auf das Fest pur. Es blieb Zeit, um am Adventskranz zu sitzen, Geschichten zu lesen und zu singen, Vorbereitung eben. Dazu möchte ich gerne den Wochenspruch für die dritte Adventswoche einbringen, der bei Jesaja 40 steht: Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig. Den Weg bereiten, ein hoher Anspruch, den wir da von Jesaja hören. Das was wir hier vorbereiten nennen ist unnötiger Stress, völlig auf unsere eigenen Bedürfnisse ausgerichtet – total ausgebreitet, breitgetreten, völlig von der Spur, vom eigentlichen Weg. Aber wer will das heute hören? Das Wochenlied Nummer 10 zeigt, dass das im 17. Jahrhundert wohl schon ein Thema war , da heißt es: Bereitet doch fein tüchtig, den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, lasst alles was ER hasst; macht alle Bahnen recht, die Tal lasst SEIN erhöhet, macht niedrig was hoch stehet, was krumm ist leicht und schlicht. Ein Herz das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zugrunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. Ach mache du mich Armen zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesus selbst bereit. Zieh in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir allzeit dankbar sein. In unser Herz einziehen kann Jesus nur, wenn ER bei uns willkommen und es vorbereitet ist. Deshalb bereiten Sie sich richtig und gut vor! Ich grüße Sie herzlich! Ihre M. T.

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