Reliphon

Ruhe oder Rummel ()

Margret TrojerMargret Trojer, 1. Dezember 2014
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon am 1. Dezember 2014
Margret Trojer

Ruhe oder Rummel?
Wir sind im Advent angekommen. Die vielen Lichter leuchten wieder an und in den Häusern. Ich selber mag es eher, wenn es langsam heller wird, so wie die Kerze am Adventskranz eine nach der anderen ihr Licht abgibt. Die volle Beleuchtung überall ist mir zu schnell und zu viel, da kommt meine Seele nicht nach. Ob es Ihnen auch so geht? Auf den Weihnachtsmärkten und in den Geschäften weiß man so ganz genau was Sie und ich alles brauchen könnten. Dadurch entsteht ein richtiger Rummel, der so gar nicht in das eigentliche Geschehen passen will. Wir sind doch erst mal vier Wochen lang in der Erwartungsphase. Im Wochenspruch für diese erste Adventswoche heißt es klar: Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Er kommt, er ist unterwegs, das dauert, er wird ja erst angekündigt und wir begehen diese Zeit jetzt schon als ganz wichtiges Verkaufsfest, so als ob 4 Wochen lang Festlaune herrschen müsste, Steigerung gar nicht mehr möglich. Auch der Psalm 24 gehört zum ersten Advent. Ich lese Ihnen diesen Psalm Davids auszugsweise in einer neuen Übersetzung: Die Erde und alles, was darauf ist, gehört dem Herrn. Die Welt und die Menschen sind sein. Denn er hat die Fundamente der Erde in den Meeren verankert und sie auf den Tiefen der Ozeane erbaut. Wer darf den Berg des Herrn besteigen und wer an seinem heiligen Ort stehen? Nur die Menschen, deren Hände und Herzen rein sind, die keine Götzen anbeten und keinen falschen Eid schwören. Sie empfangen den Segen des Herrn und Gerechtigkeit von Gott, ihrem Retter. Das gilt für die Menschen, die nach dem Gott Israels fragen und seine Gegenwart suchen. Öffnet euch, ihr ehrwürdigen Tore und ihr uralten Türen, damit der König der Herrlichkeit einziehen kann. Wer ist der König der Herrlichkeit? Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr, mächtig im Kampf. Es ist der allmächtige Herr - er ist der König der Herrlichkeit. Amen. Das heißt doch, dass wir uns bereit machen sollen und unsere Herzen öffnen für die Ankunft des Königs. Dazu bedarf es aber eher Ruhe und Zeit für sich selber, als Hektik und Rummel. Ob wir uns das wenigstens in kleinen Abschnitten gönnen? Ich wünsche es Ihnen sehr und werde es selber ganz bestimmt üben. Ihre M. T.

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