Reliphon

Seligpreisungen ganz aktuell ()

Margret TrojerMargret Trojer, 13. Oktober 2014
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon am 13. Oktober 2014
Margret Trojer

Seligpreisungen ganz aktuell
Die Seligpreisungen wie wir sie kennen stehen bei Matthäus 5 Verse 1 bis 12. Vielleicht möchten Sie diese wieder einmal neu in Ihrer Übersetzung lesen? Auf eine ganz andere Variante, unserer heutigen Zeit angepasst bin ich kürzlich über die Abendgedanken im Radio gestoßen. Sie gingen mir nicht aus dem Kopf und als ich am Sonntag mit meinen Stöcken um den Breitenauer See gegangen bin, hatte ich viel Zeit darüber nachzudenken. Die Farben der Natur im Herbst und die Regatta auf dem See hinterließen ein ganz eigenes Bild in mir. Der für mich trüb angefangene Sonntag bekam eine ganz neue Farbe auch mit den Seligpreisungen der neuen Art, sie hören sich so an:
Selig, die mit wenig auskommen können. Die sich auch freuen an Dingen, die sie nicht unbedingt besitzen müssen. Selig sind die, bei denen nicht sofort alles weitergeht, die trauern können, sich ihrer Tränen nicht schämen und sich nicht sofort unter Kontrolle haben. Selig, die nicht alles mit der Faust regeln, die ihre Worte nicht wie Messer und Vorschlaghämmer missbrauchen. Selig, die nicht wegschauen, die sich mit Leidenschaft für das interessieren, was neben ihnen geschieht. Selig, die nicht in Schubladen denken, die, weil sie sich selbst kennen, barmherziger mit dem Scheitern anderer umgehen. Selig, die nicht zumachen, sich anderen verschließen, die damit rechnen, dass Gott mit niemandem fertig ist. Selig, die über ihren Schatten springen können, die fähig sind ihre kleinen Kriege vor Ort zu beenden. Selig, die sich nicht verbiegen und krümmen lassen, die bereit sind für ihr Rückgrat den Preis zu zahlen. Selig, die nach der Wahrheit suchen und sie Gott nennen, die das Grinsen kennen, wenn sie zugeben an etwas zu glauben. Selig, die mit Lust und Leidenschaft ihren Weg gehen, den eigenen, unverwechselbaren, ohne Schablone und ohne Angst vor Risiko. Selig, die sich nicht treiben lassen, die Gegenwind aushalten, und sich selber treu bleiben, mit allem Schönen und Schweren, mit Ecken und Kanten mit Sehnsucht und Dank. Selig, die leben. Soweit! Je öfter ich den Text lese, desto näher kommt er mir und ich finde mich ganz und gar wider. Gerade jetzt bietet es sich an, die Seligpreisungen in der Bibel nocheinmal zu lesen, ich wiederhole die Bibelstelle: Matthäus 5 Verse 1 bis 12. Hier spricht Jesus selber zu uns, so wie er auf dem Berg seinen Jüngern predigte. Damit grüße ich sie in die Woche hinein Ihre M. T.

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