Reliphon

Zeit fürs Herz ()

Margret TrojerMargret Trojer, 1. September 2014
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon am 1. September 2014
Margret Trojer

Zeit fürs Herz
Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben. Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen, und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen. Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken, nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken. Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen, sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen. Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben. Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun, anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun. Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen, und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen. Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben. Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.
Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden, jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden. Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben. Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben! Mit diesen Worten melde ich mich in dieser Ferienzeit, die doch Zeit zum Ausruhen und Erholen sein soll. Dazu fällt mir das Sommerlied: Geh aus mein Herz und suche Freud, in dieser lieben Sommerzeit ein…Ich wollte es wörtlich nehmen und bin bewusst für mein Herz und Gemüt an einem Sonntag im August durch die Weinberge und Felder gegangen, lange war ich unterwegs und nahm Vieles wahr, was sonst schnell an einem vorbeihuscht. Ich spürte die Sonnenstrahlen, den leichten Wind, Pfützen vom letzten Regen, zertretene Zwetschgen auf dem Boden und darüber ein übervoller Baum, ein Stück weiter ein prallvoller Apfelbaum, dem bereits ein Ast abgerissen ist vom Gewicht, die Weinberge dicht behangen mit ihren Früchten und die Maisfelder rechts und links des Weges erwärmten die Gegend, weil sie hoch hinauf den Wind abhalten. Viel Zeit um die Gedanken kreisen zu lassen, zu staunen und sich zu freuen. Irgendwo stand eine Bank, auf die ich mich gerne eine Weile hinsetzte, ehe ich dann über den Friedhof nach Hause ging. Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen der vom Himmel fleußt, dass ich dir stetig blühe. Mit diesem Versanfang grüße ich Sie bis zur nächsten Ansage am 15. September. Ihre M.T

Tags:

Earlier:Same day:Later:
« Gottes offene HändeKeinDas gefüllte Schatzkästchen »
Powered by Sermon Browser