Reliphon / Stufen aufs Ohr

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Ein Baum an den Wasserbächen ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 25. Juli 2022
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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Stufen aufs Ohr 25-07-2022
Ein Baum an den Wasserbächen

Wir wollen ein Kloster besichtigen. Bevor die Führung beginnt, ist noch etwas Zeit und so lassen wir uns einladen zu einem Stationenweg mit Psalm 1 durch einen kleinen Wald.
„Wohl dem“, „selig ist der“ oder „zu beglückwünschen ist derjenige“, das sind die ersten Worte des ersten Psalmes in der Bibel.
Wozu bin ich zu beglückwünschen? Es fallen mir viele Dinge ein. Konnten wir doch gerade erst ein Fest feiern. In Gesundheit und Frieden mit der ganzen Großfamilie feiern, das ist nicht selbstverständlich. Wozu bist Du, sind Sie zu beglückwünschen?

Der Weg geht weiter zur nächsten Station:
Ein lauschiges Plätzchen mit dem Vers:“ Sondern hat Lust am Gesetz des Herrn“.
In unmittelbarer Nähe ist ein großer Bienenstock und wir sind aufgefordert, die Bienen zu beobachten, wie sie ihren eigenen Gesetzen folgen. Der Psalm setzt uns nicht unter Druck und begegnet uns nicht mit Verboten. Nein. Der Psalm sagt, dass man Gott mit Lust, mit Freuden, mit Genuss, mit Vergnügen folgen kann. Gott will, dass es den Menschen gut geht und sie ein erfülltes Leben haben, dass sie wie die Bienen zu ihrer Bestimmung kommen. Dass es für sie stimmt.
Habe ich Lust an den Gesetzmäßigkeiten des Herrn? Woran habe ich Lust?

Die nächste Station :
„Der ist wie ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen“
Rund um uns sind große, alte Bäume die viel Schatten spenden. Mit so einem Baum werde ich verglichen. Und was sind meine Wasserbäche? Wo kommt die Kraft her für all die Eigenschaften die Menschen wie Bäume haben können – stark, gesund, grün, voller Früchte, standfest und flexibel, wachsend aus der Erde, ausgerichtet zum Himmel?
Ich bin wie ein Baum. Was sind meine Wasserquellen, was nährt und bewässert mich?
„Und seine Blätter verwelken nicht“ steht an der 4. Station. Die Blätter die wir sehen sind noch in voller Sommerkraft, aber manche Blätter lassen schon den Herbst ahnen. Unser irdisches Leben ist endlich, aber in den Worten des Psalmes entdecke ich ein unendliches Versprechen. Die Blätter verwelken nicht und was der Mensch wie ein Baum an den Wasserbächen macht, das gerät wohl.

Das Kloster, innerhalb dessen Mauern seit 850 Jahren gebetet und gesungen wird, entlässt uns mit dem Segen:
Gott segne dich und behüte dich
In deiner Arbeit und in deiner Lust
Da, wo du sitzt und stehst und gehst,
allein und mit anderen.
Er stärke dich heute, alle Tage und in Ewigkeit. Amen

Es grüßt Sie Ihre und Eure Traudel Krause

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