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Ich lass dich nicht im Stich! ()

Damaris FriedrichDamaris Friedrich, 23. Mai 2022
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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Ich lass dich nicht im Stich!
Nach 2 Jahren fand vor einer guten Woche tatsächlich wieder eine Schulung für unsere Multis in größerer Runde statt. Thema war „Der Segen bleibt“. Mit dem Jakob aus der Bibel machten wir uns auf, nahmen seine Lebensgeschichte aus dem 1. Buch Mose unter die Lupe und begegneten durch seine Geschichte unserer Lebensgeschichte mit unseren Segensspuren.

Im Laufe seines jungen Lebens, musste Jakob fliehen, wegrennen, seine Heimat verlassen. Das ist uns gerade so nahe. Ganz offensichtlich erleben dies viele ukrainischen Menschen. In den Begegnungen mit ihnen spüren wir die Trauer, Not, Wut und die Schwere, die zum Fliehen, dem „Heimat verlassen müssen“ gehört.

Manchmal spüren wir dabei auch uns selbst – kommen uns nah und dem, was uns gerade schwer ist oder in unserem Leben schwer war.
Wo musste ich schon mal etwas verlassen, das mir lieb war?
Wo wurde ich verlassen?
Musste ich gar schon einmal aus einer Situation fliehen, weil es nicht mehr zu ertragen war? Keine andere Lösung gab?

Fragen, die wir gern auch wieder wegschieben.
Fragen, die wir vielleicht auch nur in Häppchen zulassen können.
Dennoch – wichtige Fragen.

Genau in dieser Situation träumt Jakob und Gott begegnet ihm. Er zeigt sich ihm – lässt Seine Gegenwart spürbar werden. Und segnet ihn:
Siehe, ich bin bei dir und behüte dich überall, wohin du auch gehst. Ich bringe dich zurück in dieses Land. Ich werde dich nicht verlassen, bis ich vollbringe, was ich dir verheißen habe.
Welcher der Segenswünsche spricht Dich an?

Mich hat beim Erleben des Kurses dieser Satz angesprochen: Ich werde dich nicht verlassen. Allerdings so, wie er im Kurs übersetzt ist: Ich lasse dich nicht im Stich!
Das hat mir ins Herz gesprochen.
Und ich wusste – das ist ein „Gott ist da“-Moment.
Ich kenne Verlassensgefühle. Im Vergleich mit den Flüchtenden weltweit wirken und sind meine Verlassensgefühle eher harmlos – und doch sind sie in meinem Herzen Realität, haben mich geprägt. Und das Gefühl des Verlassenwerdens mit der Frage: „Worauf kann ich mich verlassen? Kann ich mich wirklich auf dich, Gott, verlassen?“ ist immer wieder aktuell und entscheidend in meinem Alltag.
So nehme ich diese Zusage Gottes ganz neu mit: Ich lasse dich nicht im Stich!
Dass ich und Ihr das erleben dürft, das wünsche ich uns.
Seid gesegnet, Eure Damaris Friedrich

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