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Behütet und in guter Gesellschaft ()

Christine Sommer, 2. Mai 2022
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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Behütet und in guter Gesellschaft
Das Bild der Schafherde und des Hirten finden wir in der Bibel häufig. Die bekanntesten Stellen sind wahrscheinlich Psalm 23 und das Gleichnis vom verlorenen Schaf. Aber es gibt noch weitere Stellen an denen Gott verglichen wird mit dem guten Hirten.
Auch mich spricht dieses Bild an. Das Wissen, dass es da einen Hirten gibt, der viel mehr Übersicht über die Situation hat als ich, der stärker ist als ich und dessen Ziel es ist, dass es mir und den anderen um mich herum gut geht, beruhigt mich. Gerade wenn ich Nachrichten höre, fühle ich mich wie ein Schaf, das die Wölfe heulen hört und dem bewusst ist, dass nur die Wache des Hirten wirklich Schutz bietet.
Aber eigentlich weiss ich über Schafe nicht besonders viel. Sie sind Herdentiere und machen einen idyllischen Eindruck. Nun habe ich ein wenig über Schafe nachgelesen und bin doch beeindruckt, wie viel Ähnlichkeiten es zwischen ihnen und uns Menschen gibt.
Schafe wissen zu welcher Herde sie gehören. Nicht alle Schafe können gleich gut miteinander. Innerhalb einer Herde gibt es Kleingruppen. Oft sind es Familienverbände, die die Gruppe innerhalb der Herde bilden. Neue Schafe in eine Herde zu integrieren braucht Zeit und Umsicht des Hirten. Ein von der Herde ausgeschiedenes Schaf erzeugt eine Lücke und die Sozialstrukturen müssen neu organisiert werden. Unterschiedliche Schafrassen haben verschiedene Eigenschaften und Ansprüche – das kann bei einer Vermischung zu Konflikten führen und nicht alle Schafe kommen überall zurecht. Es gibt Langstreckengeher und welche die früher müde werden, Rassen, die mit extrem kargen Futter zufrieden sind und andere liefern die beste Wolle. Es gibt anhängliche Schafe und angriffslustige Schafe, die eben nicht lammfromm sind. Junge Lämmer hüpfen übermütig durch die Gegend– im Alter werden die Schafe dann ruhiger.
Schafe sind auf die Herde und den Hirten angewiesen. Sie kommen allein nicht zurecht. Schafe können sich Gesichter merken – von Menschen und auch anderen Schafen. Sie erkennen ihren Hirten an Stimme und Gesicht.
Mit diesen Informationen verstehe ich noch mehr, weshalb der Vergleich von Schafen und ihrem Hirten in der Bibel so oft gewählt wird.
Es gibt auch etwas, was wir von Schafen lernen können: Ich habe gelesen, dass ein Schaf immer mindestens 2 weitere Schafe im Blick hat – so merkt es, wenn die Herde sich weiter bewegt und kann entsprechend folgen. Schafe haben dafür einen 290° Rundumblick. Das ermöglicht es der Herde, Aktivitäten zu synchronisieren.
Wenn alle so aufeinander achten, dann hat es der Hirte auch leichter mit seiner Herde.
Ich wünsche Ihnen eine Woche im Bewusstsein, dass Gott Sie behütet, Ihre Christine Sommer.

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