Reliphon / Stufen aufs Ohr

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Prüft alles und behaltet das Gute ()

Christine Sommer, 10. Januar 2022
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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Das Neue Jahr ist noch jung. Der Jahreswechsel ist immer ein Anlass Inventur zu machen und Bilanz zu ziehen und es ist die Zeit der guten Vorsätze.
Wir machen uns Gedanken, was wir ändern oder erreichen möchten. Aber eigentlich müsste die Frage lauten: Was möchte ich behalten und was soll sich ändern?
Festhalten am Gewohnten oder sich Aufmachen zu Neuem. Das ist eines dieser Gegensatzpaare, die uns im Leben umtreiben. Zwischen uns Menschen zeigen sich deutliche Unterschiede: Es gibt die Bewahrer, die darauf aufpassen, dass das Bewährte seinen Platz behält, die lieb gewordene Bräuche, Werte, Gegenstände in Ehren halten und darauf achten, dass wertvolle Erinnerungen präsent bleiben.
Und es gibt die Erneuerer, die Innovativen, denen es vor der Routine graut, für die Fortschritt in der Veränderung liegt, die Dinge ausprobieren möchten und die alten Mief ausräumen, damit Platz für Neues da ist.
Immer wieder müssen wir uns entscheiden, was beibehalten werden kann oder soll und wo sich etwas ändern muss. Manchmal zwingen uns Lebensumstände wie ein Umzug, Aus- oder Einzug neuer Familienmitglieder oder Haustiere, ein Arbeitswechsel, der Schritt in die Rente, eine Krankheit dazu. Erneuerung heißt nicht nur Ausräumen von Gegenständen, sondern auch Änderung von Gewohnheiten, Tagesabläufen, Ritualen.
Der Jahreswechsel ist auch eine Situation, die uns automatisch motiviert zu überlegen: Was hat sich für mich als gut erwiesen und soll beibehalten werden und an welcher Stelle merke ich, dass Zeit für etwas Neues ist.
Im Alten Testament legt Gott großen Wert darauf „Erinnungsfeste“ zu feiern, fordert sein Volk auf, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, welchen Weg Gott mit ihm gegangen ist. Es braucht Gelegenheiten sich wieder fest zu machen, sich wieder an die erste Liebe, die Begeisterung zu erinnern, als uns bewusst wurde, welch großes Angebot uns Gott macht.
Und in der Bibel können wir auch sehen, wie sich Umstände ändern und dann Anpassungen erfolgen müssen. Was wären wir, ohne die Veränderung, dass Jesus in unser Leben gekommen ist!?
Am Ende des ersten Thessalonicher Briefes steht eine lange Reihe von Ratschlägen und Ermahnungen. Dabei auch in Vers 20+21: Verachtet das prophetische Reden nicht, sondern prüft alles, was gesagt wird, und behaltet das Gute.
Ich finde dies einen guten Ratschlag, der nicht nur für die prophetische Rede gilt. Prüft alles, und behaltet das Gute.
Denn dies bedeutet, dass ich nicht alles Neue aus Prinzip ablehne aber auch nicht jedem Trend hinterherrenne.
Ich wünsche Ihnen viel Freude am Entdecken des Guten, das Sie schon in Ihrem Leben haben und auch beim Erforschen von neuen Möglichkeiten.
Ihre Christine Sommer

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