Reliphon / Stufen aufs Ohr

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Leuchten ()

Damaris FriedrichDamaris Friedrich, 20. Dezember 2021
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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Leuchten
Stellt euch mal vor ihr haltet in euren Händen einen goldenen Papierstern.
Wunderbar, oder?
Je nachdem, wie gut ihr ausschneiden könnt, hat er schon hier und da eine kleine Unebenheit oder eine Zacke ist minimal breiter als die anderen – aber das sieht man gar nicht.
Es ist ein 5-zackiger Stern, schön anzuschau’n.
Ein ganz besonderer Stern, etwas individuell – nicht ganz „mainstream“ – aber auch nicht zu auffällig anders. So gefällt es uns meistens.
Keine und keiner von uns ist doch ganz perfekt... oder?

Was aber, wenn ich an einer Stelle einfach mal die Spitze etwas abschneide?
Was, wenn ich mich verschneide und einen langen Schnitt reinmache?
Oder hier so richtig daneben schneide -und nun diese eine Zacke extrem dünn und schräg ist – bzw. die anderen nun RICHTIG DICK erscheinen?

Das tut tatsächlich etwas weh.
Das ist auch nicht mehr ganz so schön anzuschau’n.
Vielleicht ein bisschen zu individualistisch? Zu anders?
Da fehlt dann doch zu viel von dem wie es sein soll?

Doch, so anders dieser Stern ist, so beschnitten, verletzt, unvollkommen, ausgebeult oder verdünnt: es ist ein Stern. Man erkennt ihn immer noch als Stern.

Egal, was in unserem Leben kommt und geht; was ist, war und bleibt: wir sind Gottes Geschöpfe, von Anfang an - geschaffen als ein DU, als eine oder einer, nach der Gott sucht und mit dem ER über die Erde wandeln möchte, so wie schon damals im Garten Eden.

Und Seine Liebe für uns – so wie wir sind – wird mit Weihnachten nochmals ganz deutlich:
Ein Kind wird uns geboren, hinein in das unvollkommene und bedürftige Leben.
Ein König zieht ein – aus lauter Liebe heißt es in Johannes 3,16.
Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn gab.

ER, die Liebe selbst, gibt sich in mich hinein – und erfüllt mich.
Jesus, das Licht, kommt in die Welt; kommt in mich hinein– auch in das Unvollkommene und leuchtet mich aus.
Da strahlt was aus!
Die Unförmigkeit, das Fehlende wird dabei nicht vertuscht oder verdeckt – sondern sein Licht umhüllt mich ganz.
Wenn Du ein Teelicht auf diesen unförmigen Stern stellst, wirst du sehen wie das Licht den unvollkommenen Stern in einhüllt und umleuchtet – das gilt auch für uns – und nicht nur in dieser Weihnachts- und Neujahrszeit!

Darf er, das Licht der Welt, Raum in dir nehmen?

Eine gesegnete Weihnachts- und Neujahrszeit wünscht Damaris Friedrich

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