Reliphon / Stufen aufs Ohr

Neues Angebot: Stufen aufs Ohr. Stufen zum Lauschen.

Mehr lesen? Hier klicken!

 

Wenn Sie den Impuls gern LESEN MÖCHTEN statt anzuhören – KLICKEN SIE auf den TITEL und der Text erscheint.

 

Zacharias hatte das Thema abgehakt. ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 6. Dezember 2021
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

Tags:

Stufen aufs Ohr 6.12.2021
Zacharias hatte das Thema abgehakt.
Ist euch auch schon einmal die Sprache weggeblieben, weil ihr überrascht wurdet von einer Nachricht? In Lukas 1 ab Vers 5 wird erzählt, dass der alte Priester Zacharias tatsächlich stumm wurde, weil er es nicht fassen konnte, was der Engel ihm zu sagen hatte. Wie sollte er auch? Seine Frau Elisabeth, eine betagte Frau und er ein alter Priester! Lange hatten sie um ein Kind gebetet und sich dann damit abfinden müssen, dass ihr Gebet eben n i c h t erhört wurde. Sie haben das Thema abgehakt. Und j e t z t , zu einer Zeit, wo das nicht mehr dran war, steht der Engel neben dem erschrockenen Zacharias und spricht ihn an: „Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, deine Frau wird dir einen Sohn gebären, den sollst du Johannes heißen.“ Es wird Johannes der Täufer sein, der Wegbereiter Jesu.
Bei dieser Geschichte fallen mir viele Gebete ein, die augenscheinlich nicht erhört wurden, die auch ich abgehakt habe. Mir kommt die Frage, ob auch ich zu schnell abhake und mich zurückziehe und dicht mache. Könnte es sein, dass alle unsere Gebete noch in Gottes Ohr sind, aber überlagert werden von unsrer Enttäuschung und Resignation und wir gar nicht mehr damit rechnen, dass Gott unser Gebet erhört? Mir scheint, dass der Engel hier sagen wollte: Zu seiner Zeit werden unsere Gebete erhört! Haben wir aufgehört zu warten?
Zacharias wollte eine Sicherheit, dass das, was der Engel sagt auch stimmt – und er wurde stumm, ihm blieb die Sprache weg. Dafür redet seine Frau Elisabeth umso deutlicher: Das hat der Herr getan, als er mich angesehen hat.
Das heißt, wenn Gott einen Menschen ansieht, geht er nicht vorbei, ohne seinen Geist, seinen Atem zu hinterlassen. Wo sein Heiliger Geist Wirklichkeit wird, sind wir in Erwartung. Wir können Gott bitten, dass er uns ansieht. Uns, die wir ein Herz voller unerhörter Gebete haben. Ich wünsche mir und uns, dass wir wie Elisabeth von seinem Geist berührt werden und uns dann gegenseitig erzählen können: Das hat der Herr getan!
Eine gesegnete Adventszeit wünscht
Traudel Krause

Frühere: Heute: Spätere:
« Gott will, dass wir frei sind. Kein Die Nacht ist vorgedrungen »
Powered by Sermon Browser