Reliphon / Stufen aufs Ohr

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„Herr, wohin sollen wir gehen, du hast Worte des ewigen Lebens.“ ()

Eva-Maria Keitel, 22. November 2021
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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„Herr, wohin sollen wir gehen, du hast Worte des ewigen Lebens.“ (Joh. 6,68)

Petrus sagte das als Antwort auf die Frage Jesu: wollt ihr auch weggehen.
Von Jesus habe ich eher die Frage im Ohr: Was willst du, das ich dir tun soll?

Fragen wie diese haben mich aufhorchen lassen. Bei den Kursen von „Stufen des Lebens“ bin ich vielen Fragen begegnet. Da waren Fragen dabei, die mich getroffen haben oder betroffen gemacht haben. Nicht, dass es in meinem Leben keine Tiefen gegeben hätte die mir des Öfteren bewusst gemacht haben, wie fragil und fragwürdig manches im Leben eben ist.

Allerdings habe ich schnell gemerkt, diese Fragen wollten mir behilflich sein mein Leben zu klären. Etlichen Menschen bin ich begegnet – schon in frühester Kindheit – die mich in Frage gestellt haben. Scheele Blicke, negative Kritik.
Wer lässt sich gerne in Frage stellen?

Aber Jesus kommt mit seinen Fragen doch immer wieder genau zum Punkt. Häufig, wenn ich dies gar nicht im Blick habe. Mit der Zeit habe ich gelernt, diese Fragen wirken zu lassen; nicht gleich von mir zu weisen, weil ich damit nichts anfangen kann.

Fragen wie: Wie sieht denn deine Lebenseinstellung, wie sehen deine Denkmuster aus? Wie vielen Lebenslügen bist du schon aufgesessen?
Und die Frage: Wie geht es dir?
Bei dieser Frage wird mir bewusst, dass sie in meiner Jugend nicht üblich war. Ich hatte also nicht gelernt diese Frage zu stellen. Es war doch auch ‚irgendwie‘ privat. Zu persönlich. Man will ja niemand zu nahe treten.
Ich denke an Menschen, die nach meiner Antwort, es gehe mir nicht gut, etwas betreten waren. Sie konnten schlecht damit umgehen. Was sagt man einem Menschen, den man nur flüchtig kennt, sich aber verpflichtet fühlt nach dessen Befinden zu fragen, auf eine Antwort die man nicht erwartet hat? Wie oft erleben wir auf diese Frage eine, wenn auch gut gemeinte, Lüge?

Jesus fragt: Wollt ihr auch weggehen? Wollt ihr euch abwenden von mir, der ich euch Leben anbiete?
Leben, das Freude, aber auch Trauer bedeutet.
Leben mit all seinen Facetten, Hochs und Tiefs.
Jesus verlassen, ein Leben ohne Jesus konnte sich Petrus nicht vorstellen. Er hatte wohl eine Ahnung von ‚Ewigkeit‘. Leben mit Jesus im Hier und Jetzt und darüber hinaus.
Jesus bietet uns ein Leben an, das an der Ewigkeit nicht vorbei geht. Das gibt mir Stand im Jetzt, eine Grundlage, die mir Halt gibt in den Fährnissen des Lebens.
Ich wünsche Ihnen und Dir solche Erfahrungen.
Weil Jesus halt oft fragt: Wie geht es Dir? Was willst Du, das ich Dir tun soll?
Da ist Abwenden von ihm doch eigentlich keine Option.
Herzlichst grüßt Sie und Euch Eva-Maria Keitel

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