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Gebetsformen ausprobieren ()

Christine Sommer, 18. Oktober 2021
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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Gebetsformen ausprobieren
In unserem Bezirk sind wir gerade mitten in der Kursrunde zu „Beten – Atemholen der Seele“. In der Vorbereitungszeit bin ich über eine Zeitschrift gestolpert, die bereits vor ein paar Jahren eine Ausgabe mit dem Thema „Gott begegnen“ herausgegeben hat. In jedem Artikel beschreibt eine andere Person, wie ihr der Zugang zu Gott, das Gebet am Einfachsten gelingt. Durch Kurs und Zeitschrift habe ich festgestellt, dass ich doch ziemlich festgefahren bin in meinen Gebetsroutinen.
In der ersten Einheit des Stufen-Kurses beschäftigen wir uns mit dem, was uns am Beten hindert. Sofort denken wir an Zeitmangel oder dass sich immer wieder etwas dazwischen drängelt. Könnte es auch sein, dass wir uns mit anderen Gebetsformen leichter täten?
In anderen Bereichen ist uns bewusst, wie unterschiedlich Menschen sind. Wir hören immer wieder von den verschiedenen Gaben des Geistes, die 5 Sprachen der Liebe waren mal ein Ratgeber-Bestseller. Aufrufe neue Gebetsformen auszuprobieren, sind seltener.
Und in mir steckt auch so eine Art Werteskala: Welche Art des Gebets zeigt eine bessere Beziehung zu Gott, was ist zeitgemäß oder was ist zu nah an fremden Religionen und natürlich ist länger immer besser.
Ich merke, wie wichtig dieser Beten-Kurs ist. Weil er nämlich an dieser festgefahrenen Meinung rüttelt, weil er mich zwingt mal über meinen Tellerrand zu schauen und mir die Chance gibt neue Gebetserfahrungen zu machen.
Warum sollte die Art, wie es jemand am Leichtesten fällt, mit Gott in Verbindung zu treten, seine persönliche Sprache mit Gott, nicht so verschieden sein, wie wir Menschen und unsere aktuelle Situation eben verschieden sind.
Wir sagen im Kurs, dass Gebet bedeutet, unsere Lebensbereiche mit Gott in Verbindung zu bringen. Warum also zum Beispiel nicht Gebet mit Kreativität verbinden und dann kann malen, schnitzen, komponieren, fotografieren zum Gebet werden? Muss bei einem Gebet immer einer Reden oder darf ich nicht einfach bewusst in der Gegenwart Gottes sein – ohne gegenseitige Ansprüche. Oder warum sollte der Einsatz des Körpers auf Händefalten oder „Arme nach oben“ beschränkt sein?
Wenn ich aufhöre, einen Maßstab an mein Gebet zu legen, dann ist der Zugang schon viel leichter. Jesus hat uns den Weg zum Vater freigeräumt und es ist schade, dass wir offensichtlich dazu neigen, dort für uns selbst aber auch andere Hindernisse einzubauen, indem wir Regeln aufstellen oder bestimmen, was besonders wertvoll ist.
Manche langjährigen Paare lassen sich professionell beraten, um neuen Schwung in ihre Beziehung zu bekommen. Ich habe mir vorgenommen, dass ich neue Gebetsformen ausprobieren will. Vielleicht entdecke ich dadurch neue persönliche Vorzüge im Gebet. Und allein die Suche nach neuen Möglichkeiten wird neuen Schwung in meine Gespräche mit Gott bringen.
Herzliche Grüße von Christine Sommer

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