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Druckpunkte ()

Damaris FriedrichDamaris Friedrich, 9. August 2021
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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Druckpunkte
Druckpunkte – darum geht’s gerade bei uns in der Gemeinde. Das Wort Druckknöpfe kommt mir dabei sofort in den Sinn – die mag ich einfach.
Warum? Keine Ahnung...
Ich finde diese Art von Verschluss einfach gut, obwohl diese nicht immer leicht zu schließen oder zu öffnen sind.
Vielleicht mag ich Druckknöpfe auch, weil ich normale Knöpfe nicht mag. Das ist einfach so. Meine Hand in eine Dose zu stecken, die bis obenhin gefüllt mit Knöpfen ist, kostet mich Überwindung und bringt mich etwas unter Druck. Das mache ich nur, wenn es sein muss.
Wenn ich von meiner Knopfaversion erzähle, lachen viele und ich kann auch darüber lachen – ist ja nicht lebensbedrohend, sondern eher eine „kleine Macke“.

Aber wie sieht es mit anderen „Druckpunkten“ in meinem Leben aus?

Stellen wir uns mal einen gutgefüllten Luftballon vor.
Der lädt ein zum Spielen, den kann man auch mal drücken und mal quetschen und der hält das aus. Da passiert nichts.
Blasen wir mal etwas mehr Luft rein, immer mehr. Manchen wird schon bei der Vorstellung Angst...
Der Luftballon wird praller. Zusammenquetschen geht schon nicht mehr. Da sind keine Platzressourcen mehr im Luftballon.
Und dann hat der Luftballon zu viel Innendruck, die Luftballonhaut ist so gedehnt und „ausgedünnt“, dass der Luftballon tatsächlich platzt. Das ist ein Schockmoment.

Irgendwie kommt mir das doch bekannt vor.
Immer wieder kommen in unserem ganz alltäglichen Leben Dinge zusammen, sowohl von außen durch das Zusammenleben mit anderen oder anderen Umständen, aber auch durch mich und meine Beziehung mit mir selbst; meinen eigenen Erwartungen, Vorstellungen und Ansprüchen an mich und andere. Der Innendruck steigt.
Oft halten wir den Druck noch eine ganz Weile aus, schlucken manches hinunter oder hoffen, dass schon bald wieder alles leichter wird. Dabei werden wir praller und unsere Haut wird dünner...
Bis wir platzen?
Ja, das tu ich manchmal. Leider.
Ich platze nicht gern.
Gut, dass ich mit Gott unterwegs bin und Er mit mir.
Der Heilige Geist erinnert mich immer wieder daran bei ihm den Druck rauszulassen – bevor ich platze: sei es nur durch ein „Jesus“, einem innerlichen Hinwenden zu Gott und langem Ausatmen oder indem ich mich bei ihm niederlasse und mal allen Dampf wirklich „ablasse“.
Dazu lädt Jesus ein, wenn er sagt: Kommt zu mir, alle die ihr mühselig und beladen seid, ich will Euch erquicken. (Mt. 11,28)
Lass dich einladen – jeden Tag neu, immer wieder.
Mir tut es gut!
Eure Damaris Friedrich

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