Reliphon / Stufen aufs Ohr

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Geh aus, mein Herz, und suche Freud ()

Hans-Martin Steffe, 5. Juli 2021
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon Andacht

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Reliphon – Geh aus, mein Herz, und suche Freud – 5.-11-07.2021
Eine Hommage an mein liebstes Sommerlied: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud.“
Zurzeit singe ich es wieder beim morgendlichen Joggen. Da faszinieren mich die großen Bäume und unser Baggersee. Ich höre die Vögel zwitschern. Da atme ich bewusst frische Luft ein. Waldkuren pur.
Ich erinnere mich an die Zeit mit unseren Kindern, als sie klein waren. Bei Ausflügen haben wir das Sommerlied geschmettert. Bei jedem Schwimmbadbesuch ist mir die Strophe aufgegangen vom Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten.
Bei Gottesdiensten auf der grünen Wiese unseres Imkers durfte die Strophe von der unverdrossnen Bienenschar nie fehlen.
Achtsames Wahrnehmen der Schöpfung lerne ich in diesem Lied. Und über dem Staunen lobe ich Gott, weil ich nicht anders kann.
Vom Staunen führt das Lied zum Besinnen. Unser Leben hier und heute ist nur eine Ouvertüre für ein größeres Leben. Mit barocken Worten des Staunens tönt Paul Gerhardt Himmelssehnsucht an. Mit Ach und Os. Eben Dichtung des Barock im Schatten des 30- jährigen Kriegs. „Ach, denk ich“ und: „Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein“. Und fast schon ekstatisch seufzt das Lied: „O wär ich da, o stünd ich schon, ach süßer Gott vor deinem Thron“. Zugegeben, diesen zweiten Block von der Himmelssehnsucht bin ich noch am Üben. Doch diese überschwänglichen Bilder finde ich auch im Buch der Johannesoffenbarung. Himmelssehnsucht will eingeübt werden.
Damit ich da mitkomme, spreche und singe ich die letzten drei Strophen des Sommerlieds. Es sind Bitten um den Heiligen Geist und um mein persönliches Reifen. „Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt.“ Und: „Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd ein guter Baum und lass mich Wurzeln treiben.“ Und dann noch das gloriose Finale:
„Erwähle mich zum Paradeis und lass mich bis zur letzten Reis
an Leib und Seele grünen;
so will ich dir und deiner Ehr allein und sonsten keinem mehr
hier und dort ewig dienen.“
Mit der Hommage an mein liebstes Sommerlied möchte ich gern Sie und Euch anstecken oder bestärken. Es lohnt sich, dieses Lied mit allen 15 Strophen auswendig zu lernen. Bei mir kommt durch wiederholtes Singen Freude auf. Ganz im Sinne des Liedes: „Geh aus, mein Herz und suche Freud.“
Mit sommerlichen Grüßen Ihr und Euer Hans-Martin Steffe

Reliphon am Telefon: 07134/3353

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