Reliphon

Vaya con Dios ()

Damaris FriedrichDamaris Friedrich, 1. Februar 2021
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Vaya Con Dios
Wer kennt den Film Vaya Con Dios?
Ein deutscher Film, 2002 erschienen, der von 3 Mönchen erzählt, die von ihrem Heimatkloster in Brandenburg Richtung Mutterkloster in Italien aufbrechen. Sie müssen gehen, keine andere Wahl. Ihr Kloster wird verkauft, steht vor dem Ruin. Sie ziehen los. Unterwegs erleben sie gemeinsam einiges, trennen sich auch und finden wieder zusammen. Ein empfehlenswerter Film, der einen zum Lachen bringt und mich auch zum Weinen gebracht hat.
Diesen fiktiven Mönchsorden zeichnet der Glaube aus, dass der Heilige Geist Klang ist und sich in der Musik - besonders im Gesang - offenbart.
Warum erzähle ich das? Gegen Ende des Films stimmen die Mönche ein Lied an: Wer nur den lieben Gott lässt walten.
Seit ich diesen Film gesehen habe und dieses Lied da gehört habe – ist es zu meinem Lieblingslied geworden. Wenn ich allein in einer Kirche bin, singe ich es und lasse den Klang in dem Gott geweihten Gebäude Raum einnehmen und somit diesen Klang und die Worte des Liedes in mir erklingen und in mir Raum einnehmen.
Ich liebe dieses Lied, weil es nicht verdeckt was ist - das Schwere, die Not, die Traurigkeit – sondern all das mit hineinnimmt in das Vertrauen in Gott.
Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn alle Zeit,
den wird er wunderbar erhalten, in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott dem Allerhöchsten traut, der hat auf keinen Sand gebaut.

Gott ist es, der waltet, mein Blick richtet sich auf ihn.
Es heißt nicht, dass er alles wegnimmt – doch wird er mich in meiner Not und Traurigkeit erhalten, indem Er mich in seinen Armen hält.

Und zum Schluss des Liedes fordert es uns heraus:
Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu,
Und trau des Himmels reichen Segen, so wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

Ich muss mich nicht um Alles kümmern. Ich darf singend und betend Gott folgen und vertrauen, dass er mitgeht, mich segnet, bei mir ist und darf mich auf das fokussieren, was mir von Gott anvertraut wurde.

Dazu braucht es mein Öffnen für den Heiligen Geist - durch das Singen, das Summen, das Beten, das vor ihm Stille sein, so dass er mich erfüllt, belebt und somit der Wohlklang Gottes in die Welt hinausgeht.
Denn Gott ist's, der in uns wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
Eine gute Woche wünscht Damaris Friedrich

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