Reliphon

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. ()

Isabel Prinzessin z Löwenstein, 23. November 2020
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

RELIPHON AM 22.22.2021
Von Isabel Prinzessin zu Löwenstein
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Vielleicht kennen Sie das, was wir neulich erlebt haben: wir führten einen Einkehrtag durch, begleiteten eine Gruppe in der Stille.

Wunderbare Impulse sind uns eingefallen, kreative Materialien wurden eingesetzt.
Z. B. an einer wesentlichen Stelle sollte eine wunderschöne gelbe Papierblüte zum richtigen Moment ganz aufgehen. Es passierte aber nichts. Sie ging erst mal gar nicht auf, dann zögerlich, nur mit Anstößen, viel später.....

Was macht das mit uns, wenn so etwas passiert? Und wenn es eigentlich nur so eine Kleinigkeit ist?
Sind wir verunsichert?
Zweifeln wir an uns selber?
Ärgern wir uns, dass vermeintlich damit „alles“ daneben ging?

Am Ende war dieser Irrtum die stärkste Predigt für alle und hat in unser aller Leben gesprochen. Die Blüte ging auf, aber zu einer anderen Zeit. Immer wieder gingen die Teilnehmer hin um nachzuschauen. Ja, sie ging auf. Und es passte in den Prozess jedes einzelnen Teilnehmers an diesem Tag zu Seiner Zeit.
Ein kleines Beispiel, Sie kennen sicher mehrere Andere aus Ihrem Alltag.

Was haben wir erfahren?
Gottes Liebe bahnt sich ihren Weg zu Seiner Zeit, insbesondere durch unsere Schwachheiten, unsere Grenzen, die wir uns ja meist selber setzen. auch durch unsere Widerstände.

Sein Liebesweg durchkreuzt manche unserer Pläne und Vorhaben.
Sein Wort, Seine Lebenskraft entfaltet sich in ungeahnte Weiten und Tiefen, auf eine einzigartige Art und Weise, deren Dimension wir vorher nicht erahnen.

Wenn wir uns entscheiden können, uns in diesen Momenten des Ungeplanten und im Schwachsein ganz Ihm zu überlassen, uns auf Seine besonderen Wege einzulassen, können wir nur staunen, danken und uns freuen.

Wenn wir Gott vertrauen, dass er durch mich und durch dich wirkt und wir uns von ihm gebrauchen lassen – das allein zählt und macht uns zu wertvollen Menschen.

Und das bereitet uns ein dankbar-fröhliches Herz, so wie es Sören Kierkegaard mit seinen Worten ausdrückt:

O du unendliche Liebe,
die niemals aufhört,
allezeit hilfreich auszuhalten
mit mir.

Wenn ich schlafe,
wachst Du,
und wenn ich wachend mich irre,
so machst Du den Irrtum
zu dem noch Besseren,
als das Richtige gewesen wäre.

Und ich?
Ich hab mich nur zu verwundern
über dich,
Du unendliche Liebe,
die nie aufhört,
allezeit hilfreich auszuhalten
mit mir.

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