Reliphon

Unter mir ewige Arme ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 28. September 2020
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon 28.9.2020
Unter mir ewige Arme
Das Thema Ewigkeit durchzieht mein Jahr 2020 – oder war es schon immer mein Thema? Das Wort Ewigkeit lässt mich aufhorchen, so oft es fällt. Ganz zu Beginn des Jahres war es der Vers aus Josua 1,5:“ Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen“. Für mich war es sofort versehen mit dem Unterton: „Weder in Zeit noch in Ewigkeit.“ Dann kam ein Wort an Ps.139 angelehnt:“ Ich will dich leiten auf ewigem Wege.“ Kurz danach ein zugesprochenes Segenswort: „Unter dir ewige Arme“.
Ewig.
Welch ein Wort in unserer von Corona bedrohten Zeit! Oder soll ich sagen von Leid und Tod bedrohten Zeit? Eine Predigt von Rainer Maria Schießler am 20.9. im ZDF hat das Thema Ewigkeit von einer anderen Seite angestoßen. Es geht um die Arbeiter im Weinberg, die alle, egal wie lange sie gearbeitet haben, den gleichen Lohn bekommen. In Mt 20,1ff kann man die Geschichte nachlesen. Nachdem diejenigen, die länger gearbeitet haben, murren, weil sie -wie sie sagen- die Last der Hitze getragen haben, antwortet Jesus ihnen, dass er die Macht hat gütig zu sein.
Jesus gibt allen den gleichen Lohn. Mehr als Gnade gibt es nicht. Mehr als Ewigkeit gibt es nicht. Mehr als die Freude, in Zeit und Ewigkeit mit Jesus verbunden zu leben, gibt es nicht.
Und da wird deutlich, dass Ewigkeit viel mehr ist als ein zeitlicher Begriff. Wer mit Jesus lebt, der hat das ewige Leben. Nicht etwa: der wird (irgendwann) das ewige Leben haben. Nein, Jesus sagt, wer an mich glaubt, mir vertraut, der hat (jetzt) das ewige Leben. Wir leben in einer anderen Gesetzmäßigkeit. Das heißt nicht, dass ich als Christ nicht auch von Tod und Leid betroffen wäre. Aber ich erlebe alles in der Verbundenheit mit Christus. Untrennbar verbunden, für Zeit und Ewigkeit.
Ein Schmied sagt, nachdem er zwei Eisenteile zusammengeschweißt hat:“ Das hält ewig“. Das heißt, es ist nicht mehr auseinanderzubekommen. Niemand und nichts kann mich weder in Zeit noch in Ewigkeit von Christus trennen. Cyriakus Schneegaß dichtet 1598: Zu deiner Güte steht unser Gmüte, an dir wir kleben im Tod und Leben; nichts kann uns scheiden, Halleluja“. EG 398 Es stimmt, unter mir sind ewige Arme.
Diese Gewissheit möchte ich uns in Erinnerung rufen.
Eure Traudel Krause

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