Reliphon

Becoming ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 10. August 2020
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon 10.8.2020
Becoming (Werden)
Urlaub ist einfach wunderbar. Zeit, die Seele baumeln zu lassen, frei von Plänen und Terminen die Tage einfach kommen lassen. Ein Buch in die Hand zu nehmen und es in einem Satz auszulesen.
So ging es mir in der vergangenen Woche mit dem Buch „Becoming“ von Michelle Obama. Das Wort Lebensgeschichte hat für mich noch einmal einen neuen Aspekt bekommen.
Becoming me, becoming us und becoming more. Ich werden, wir werden und mehr werden, das sind ihre Kapitel.
Wie bin ich eigentlich zu dem geworden, was ich heute bin?
Wie kam es, welche Bausteine gehören in meine Lebensgeschichte? Wer war es, der mir bestimmte Dinge nahegebracht hat? Wer war es, der mir Geborgenheit vermittelt hat? Wer hat mich ermutigt und wer hat mich entmutigt? Was war elementar wichtig?
Diese Gedanken elektrisieren mich. Michelle Obama beschreibt ihre Kindheit und ihr Elternhaus, Ihre Entwicklung und wie sie zu den Prioritäten in ihrem Leben kam. Sie beschreibt wie sie ihren Mann kennengelernt hat und wie sie durch zwei Töchter zur Familie wurden. Manches, was ihr sehr wichtig war, konnte sie später auch relativieren. Wie z.B. ihre Berufstätigkeit. Sie wollte ihren Mann im Wahlkampf aktiv unterstützen und ihre ganz eigene Art und Weise finden, First Lady zu sein.
Meine Art und Weise finden wie ich die Herausforderungen des Lebens annehmen will. Meine Art und Weise finden, wie ich mit mir und dem, was ich wichtig finde im Einklang leben kann, wie ich zufrieden bin, Frieden habe. Wie es stimmig ist mit meiner Person. Dann ist es gut.
Mich fasziniert das zum Beispiel auch bei Mose. Gott hatte alle Voraussetzungen in sein Leben hineingelegt. Als Sohn der Hebräer und Adoptivsohn der Pharaonentochter, später als Schafhirte, Ehemann und Familienvater hatte sein Leben Schichten, die es ihm später möglich machten, den riesigen Auftrag im Namen Gottes auszuführen.
Oder bei Jeremia. Gott hatte gerade ihn berufen, sein Prophet zu sein. Durch seinen Mund wollte Gott reden. Wie Mose so fühlte sich auch Jeremia unzulänglich. Einfach zu wenig. Aber genau dieses Empfinden ist die Voraussetzung zum Dienst. Gott sagt Mose, Jeremia und mir zu:
Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.
Ich wünsche uns allen gesegnete Sommerwochen.
Eure und Ihre Traudel Krause

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