Reliphon

Wirklich und unwirklich zugleich ()

Margret TrojerMargret Trojer, 20. April 2020
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Relifon am 20. April 2020
Margret Trojer

Wirklich und unwirklich zugleich
So erleben wir diese Coronaseuche in diesen Wochen und bald Monaten. Wir kommen von Ostern her und sind in dieser österlichen Zeit, die so total anders ist, als man es sich hätte jemals vorstellen können. Mit Halsweh belastet seit längerer Zeit rief ich am Gründonnerstag bei der Hausärztin an. Sie wollte mich gar nicht sehen, sondern schickte sofort eine Überweisung per Fax an die Fieberambulanz. Von dort bekam ich den Termin, dann die Untersuchung, ein Rezept für das benötigte Medikament und es wurde der Abstrich gemacht. Damit saß ich5 Tage fest bis zur Nachricht, dass ich negativ bin. Inzwischen ist die bakterielle Geschichte abgeheilt und es geht mir gut. Ich hatte viel Zeit zum lesen, diverse Gottesdienste online zu hören oder zu sehen, auch aus unserer Kirche in Willsbach. Mich beeindruckte ganz besonders dieser Simon von Kyrene, den ahnungslosen Heimkehrer auf dem Weg, den Jesus zu gehen hatte. Er wurde gezwungen und bedrängt, das Kreuz zu tragen. Ich stellte mir diese Situation vor, blutverschmiert, nass vom Schweiß der Todesangst und Schwäche war er dran es zu stemmen. Was er dabei wohl dachte? Er hatte sicher fürchterliche Angst davor, was am Ziel mit ihm geschehen würde. Ob er mit heiler Haut davon kommt? Es war wohl so, dass er am Ziel wieder seinen Weg gehen konnte, Jesus wurde an das Kreuz gehängt. In meiner Quarantäne am Karfreitag dachte ich ähnlich. Komme ich mit heiler Haut davon? Wer würde alles mit drin hängen, wo war ich wann? Das Medikament für die bakterielle Seite hat sofort angeschlagen, das gab mir Hoffnung in aller Not.
Ich möchte Ihnen einen irischen Segen mit in diese Woche geben.
Der Herr segne dich und behüte dich, er lasse sein Angesicht leuchten und sei gnädig mit dir. Sein Angesicht sei dir zugewandt, Friede mit dir, seine Gunst sei immer auf dir
und auf tausend derer nach dir, auf den Kindern deiner Kinder und den Kindern ihrer Kinder. Der Herr selbst sei immer mit dir, gehe vor dir und auch nach dir, er sei um dich und durchdring dich, er ist mit dir, er ist mit dir jeden Morgen jeden Abend, wenn du kommst und wenn du gehst, wenn du weinst und wenn du jubelst, er ist für dich, er ist für dich da. Amen. Ich grüße Sie herzlich Ihre M. T.

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