Reliphon

ich glaube an Jesus Christus ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 6. April 2020
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon 06.04.2020
ich glaube an Jesus Christus
Beim Denken an Ostern fiel mir das Glaubensbekenntnis ein:
„Ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten.“
So beginnt der zweite Teil des apostolischen Glaubensbekenntnisses und so wird es an Ostern wieder gebetet werden. Konzentriert auf das Wesentliche. Passion und Ostern, das wichtige Fest im Jahreskreis .Jesus stirbt stellvertretend für uns und am dritten Tag steht er auf von den Toten. Er besiegt den Tod ein für alle mal. Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort. Diese frohmachende Nachricht übersteigt meine Vorstellungskraft
Als ich die folgende Geschichte las, dachte ich, dass das eine moderne Ostergeschichte ist und will sie mit Euch teilen.
Ein Arzt aus Italien schreibt:
„Niemals in meinen dunkelsten Albträumen habe ich mir vorgestellt, dass ich erleben könnte, was hier in unserem Krankenhaus seit Wochen geschieht. Ein Alptraum: Es kommen Hunderte. Wir müssen entscheiden, wer kommen darf, und wer zum Sterben nach Hause geschickt werden soll. Bis vor zwei Wochen waren meine Kollegen und ich noch Atheisten, weil wir gelernt haben, dass die Wissenschaft einen Gott ausschließt. Ich habe immer über den Kirchgang meiner Eltern gelacht. Jetzt ist alles anders. Vor Tagen kam ein 75 jähriger Pastor. Der freundliche Mann hatte ernsthafte Atembeschwerden, aber er hatte eine Bibel bei sich. Wir waren beeindruckt, dass er daraus den Sterbenden vorlas und ihre Hände hielt. Wir waren alle müde, entmutigt, physisch und psychisch erschöpft. Als wir Zeit hatten, ihm zuzuhören, erkannten wir, dass wir an unsere Grenzen gestoßen sind. Jeden Tag starben mehr Menschen, und wir erkannten, dass wir Gott brauchen. Und wir haben begonnen, ihn um Hilfe zu bitten, wenn wir ein paar Minuten Zeit hatten.
Nach drei Wochen starb der Pastor. Er hatte es geschafft, uns trotz seines Zustandes einen Frieden zu bringen, den wir nicht mehr zu finden gehofft hatten. Der Pastor ist zu Gott unserem Herrn gegangen und bald werden wir ihm folgen, wenn es so weitergeht. Ich war seit sechs Tagen nicht zu Hause. Mir wird meine Ohnmacht bewusst, aber ich möchte bis zum letzten Atemzug den Menschen helfen. Ich bin glücklich zu Gott zurückgefunden zu haben.“
Soweit die Geschichte.
„Ich glaube“, das heißt, doch „ich vertraue darauf, dass es stimmt wenn Christus spricht: „Ich war tot, und siehe ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
Mitten in der Krise wünsche ich uns allen ein gesegnetes Osterfest. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.
Eure Traudel Krause

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