Reliphon

Was hilft? ()

Isabel Prinzessin z Löwenstein, 30. März 2020
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Was hilft?

Gerade in dieser besonderen Zeit, der kritischen Zeit, ist mir aufgefallen, dass ich zurückgreife auf bewährte Erfahrungen aus der Vergangenheit.
So fiel mir wieder mal dieser Vers auf mein Herz:

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2. Tim. 1,7

Kennen Sie das, dass es da Sätze aus der Bibel gibt, die immer wieder auf Ihren Weg in bestimmten Situationen fallen? Welch eine Bestärkung, Ermutigung und Bestätigung.

Schon vor 3 Jahren wurde über diesen Vers auf der Taufe meines Großneffen gepredigt. Diese Worte trafen in mein Herz, denn diese Worte buchstabierte ich dann in der letzten Woche, die mein Mann noch leben durfte, bevor er in die Ewigkeit heim ging. Jedes einzelne Wort habe ich jeden Tag neu buchstabiert. Immer war es ein anderes Wort aus diesem Vers, das mir neu Kraft und Durchhaltvermögen, Standfestigkeit verlieh in der Zeit der Unsicherheit, der Verunsicherung, auch der Ohnmacht und des sich bewußt Werdens eigener Grenzen. Sind das jetzt nicht ähnliche Zeiten?

Welch ein Trost sind dann solche Verse, die einem helfen, inne zu halten: Ich bete um Kraft, nur für diesen einen Tag, weil ich sie mir selber nicht geben kann. Ich bin darauf angewiesen, sie mir immer wieder neu schenken zu lassen. Wie sehr tröstet da auch der Satz, dass Gottes Kraft in der Schwachheit zur Vollkommenheit kommen kann. wie viel mehr ist diese Kraft wie meine eigene. Letzte Woche sagte ein Pfarrer hier bei einem Vedeo Gottesdienst: Die Angst ist groß, der Glaube ist nicht groß, eher kleine, ganz klein. Aber hat eine ungeheure Kraft. Das ist die Kraft aus der ich leben möchte.

Auch die Liebe, meine eigene Nächstenliebe hat Grenzen, zumal ich auch ein ungeduldiger Mensch bin. Also gilt es auch diese immer wieder neu zu erbitten. Und ich staune oft, welch fantasievolle Liebe ich und auch andere Menschen geschenkt bekommen, wenn sie nicht aus eigener Leistung und Kraft erwächst. Gottes Liebe ist bedingungslos und grenzenlos.

Besonnenheit ist auch so ein wunderschöner Begriff. Innehalten heißt das für mich, das Wort Sonne kommt darin vor. Als wenn wir innehalten dürfen, unser Gesicht dem Antlitz Gottes hinhalten dürfen wie einer wärmenden Sonne und uns von Ihm bestrahlen, erwärmen lassen dürfen. Innehalten zur Besonnenheit kommen. Darüber nachsinnen, dann entscheiden, sich von Gottes Weisheit leiten und beschenken lassen.

Ich wünsche Ihnen viel Frieden, Getrostsein und Zuversicht beim Buchstabieren dieser Worte.
Herzliche Segensgrüße,
Isabel Prinzessin zu Löwenstein

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