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Reliphon

Eilige Nacht oder doch Heilige Nacht? ()

Margret TrojerMargret Trojer, 9. Dezember 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Relifon am 9. Dezember 2019
Margret Trojer

Eilige Nacht oder doch Heilige Nacht?
Angestoßen durch ein Kalenderblatt möchte ich diese zwei Seiten heute betrachten.
Lichterglanz, Weihnachtsschmuck, Lichterketten und Überlegungen für Geschenke gehört inzwischen selbstverständlich in diese Zeit. Sie erscheinen wichtiger als das Geschehen selbst , nämlich die Geburt eines Königs in einem ärmlichen Stall, ganz ungeschmückt, kaum mit dem Allernötigsten versorgt. Wir hängen in und an unseren Bräuchen, aber es mündet oft in Hektik, Enttäuschung, Missstimmungen und Überforderung. Wo bleibt da die Besinnlichkeit? Adventszeit ist eigentlich eine Fastenzeit, um sich aufs Fest vorzubereiten. Was ist denn das perfekte Weihnachtsfest eigentlich? Machen wir uns da noch Gedanken außer der äußerlichen Perfektion und schlechtem Gewissen, wenn wir nicht so viele komplizierte Plätzchen gebacken haben wie die Nachbarin? Wir haben unsere Bräuche und die nehmen unsere Zeit in Anspruch. Warum alles so eilig und hektisch? Fahren wir doch diese Hektik herunter und genießen die Zeit mal bei einer Kerze und einem besonderen Tee. Heilige Nacht, Jesus, das Kind in der Krippe, auf Heu und Stroh. Er kam in einer stillen unscheinbaren Nacht, in einer einfachen Umgebung in diese Welt hinein. Gott wurde Mensch in dieser Nacht, Äußerlichkeiten waren da nicht besonders wichtig, dennoch geschah unglaublich viel in dieser Nacht. Der Stern, die Hirten, die Engel, alles war in Aufruhr und die Hirten strömten in Richtung des Sterns bis sie im Stall ankamen.
Wie können wir nun die eilige Nacht zur heiligen Nacht werden lassen in unserem eigenen Leben? Wir dürfen feiern, schmücken und Freude haben. Einen Gottesdienst aussuchen, es gibt viele Angebote. Kontakte pflegen, niemand muss alleine sein und es ist egal, ob ein großer Baum leuchtet oder ein Zweig mit einer Kerze genügend Licht bringt. Ich habe auch meine Beleuchtung am Balkon angebracht. Innen erfreut mich ein Weihnachtsstern vom letzten Jahr, den mir winzig klein mein Enkel brachte und der jetzt ein richtiger Busch ist, allerdings grün. Den habe ich mit kleinen Lichtern bestückt und das ist so gemütlich und schön, dass mir das dieses Jahr reicht. Eine blühende Amaryllis dazu macht es richtig edel. Nun grüße ich Sie herzlich in diese Advents- und Weihnachtszeit mit einer neuen Strophe zu dem Lied: Es ist ein Ros entsprungen.
Ein Stern mit hellem Scheine hat es der Welt verkündt, den Hirten und den Heiden, wo man dies Blümlein findt. Nun ist uns nicht mehr bang, seit aus der dunklen Erde solch köstlich Knösplein sprang. Ihre M. T.

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