Reliphon

Wir warten die, du kommst gewiss ()

Hans-Martin Steffe, 25. November 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Wir warten die, du kommst gewiss EG 152
Willkommen beim Reliphon. Wir leben zwischen den Zeiten. In der letzten Woche des Kirchenjahrs und auf den 1. Advent hin. Wir leben dazwischen. Letzten Sonntag wurde in unseren Gottesdiensten an die Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres gedacht. Kommenden Sonntag feiern wir den ersten Advent, den Beginn des neuen Kirchenjahres. Die Botschaft, die Ende des Kirchenjahres und die Adventszeit verbindet, ist eine große Erwartung. Der schwäbische Dichterpfarrer Philipp Friedrich Hiller hat vor 250 Jahren so von dieser großen Erwartung geschrieben:
Wir warten dein, o Gottes Sohn,
und lieben dein Erscheinen.
Wir wissen dich auf deinem Thron
und nennen uns die Deinen.
Wer an dich glaubt,
erhebt sein Haupt
und siehet dir entgegen;
Du kommst uns ja zum Segen.
Ist das so, frage ich mich selbst immer wieder. Warte ich sehnsüchtig darauf, dass Gottes Sohn und Gottes Reich kommen? Die ersten Christen sehnten sich nach Gottes Reich. Weihnachten wurden die Nächte durchwacht und gebetet. Es könnte ja der Herr kommen. Mit 70 Jahren wird immer klarer: Unser Leben währt 70, wenn’s hoch kommt 80 Jahre. Das meiste liegt hinter mir. Vielleicht habe ich noch sieben Jahre zu leben wie meine Eltern. Vielleicht hat Gott aber noch ganz Neues mit mir vor.
Ich denke an Stufen des MännerLebens. Frieder Gutscher und ich werden als Begleiter dieses neuen Zweiges von Stufen des Lebens in dieser Woche eingeführt und gesegnet. Zwanzig Jahre Erfahrungen mit Stufen des Lebens für und mit Männern haben wir schon erlebt. Das zwanzigste Wochenende haben wir eben gefeiert. Stufen des MännerLebens blüht auf. Männer frage nach dem, was, und dem, der trägt. Was hat Gott mit uns vor? Wofür beruft er uns? Ich möchte uns einstimmen in eine große Erwartung: Wir gehen dem kommenden Herrn Jesus entgegen. Von daher fragen wir, was hast du mit uns vor? Wozu willst du uns in deiner geliebten und gefährdeten Welt brauchen. Ganz im Jetzt und hier leben, aber mit wachsender Sehnsucht, wie der Dichterpfarrer Hiller in seinem Lied geschrieben hat:
Wir warten dein,
du kommst gewiss,
die Zeit ist bald vergangen;
wir freuen uns schon überdies
mit kindlichem Verlangen.
Was wird geschehn,
wenn wir dich sehn,
wenn du uns heim wirst bringen,
wenn wir dir ewig singen.
Im Dazwischen, im Unterwegssein, wünsc he ich Euch und mir wachsende Sehnsucht auf den kommenden Herrn und einen gesegneten Advent, Euer Hans-Martin Steffe

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