Reliphon

Wenige Worte mit viel Inhalt ()

Margret TrojerMargret Trojer, 4. November 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Relifon am 4. November 2019
Margret Trojer

Wenige Worte mit viel Inhalt
In der Mitte des letzten Drittels im laufenden Jahr, möchte ich die Jahreslosung noch einmal aufgreifen. Suche Frieden und jage ihm nach. Suchen und jagen, eigentlich ein Kontrastprogramm. Etwas suchen ist sehr nervenaufreibend und zeitaufwendig, nachjagen ist kräftezehrend und ermüdend, beides ist anstrengend und nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Nun haben wir diese Aufgabe als Jahreslosung bekommen, sie steht im Psalm 34 Vers 15. Ich versuche, die Worte in ein Bild zu fassen: Das ganze Jahr, jeden Tag, den Frieden zu suchen als tägliche Priorität – man sichtet ihn vielleicht, kann ihn auch mal greifen, begreifen und dann nachjagen, dran bleiben, auch wenn er zwischendurch verloren geht, außer Sicht kommt. Es gibt immer wieder Gelegenheiten, dass Unfrieden aufkommt. Das heißt, die Sichtweise ändern, dem Unfrieden anders begegnen als das üblicherweise geschieht. Einfach anders reagieren, damit kann man anecken und auffallen, das ist suchen und jagen zugleich. Zugegeben es ist im Einzelfall nicht leicht, manchmal dauert es lange, bis man einen Zugang findet, ein langes Suchen beginnt und von Jagen kann keine Rede sein. Aber wir dürfen ja auf Hilfe bauen, da wir nicht alleine unterwegs sind. An der Stelle möchte ich Ihnen einen kürzlich erlebten, kurzen heftigen Traum schildern: Es war gegen Morgen, ich wachte auf und hatte mein Kissen fest im Arm. Ich war im Schlaf etwas Schlimmem ausgesetzt und umklammerte das Kissen. Ich wusste, dass ich mehrmals laut „Jesus“ gerufen habe. Ob es verbal war oder nur geträumt, weiß ich nicht, da ich niemanden fragen konnte. Also ich träumte, dass ich in großer Bedrängnis Jesus angerufen hatte und durch das Aufwachen war mir geholfen. Ich betrachte es als einen kräftigen Impuls, mit dem für mich glasklar deutlich wurde, woher meine Hilfe kommt, wen ich zu suchen habe und wem mein Jagen gilt.
Peter Spangenberg hat die Psalmen in moderner verständlicher Weise übertragen. Daraus lese ich Ihnen ein paar Sätze des 34. Psalmes. Mit allen fünf Sinnen können wir wahrnehmen, wie gut Gottes Geschenke sind. Wer so glaubt, der fällt nicht aus dem Leben heraus. Wenn man viel besitzt und viel Geld hat, ist man innerlich sehr arm, weil die Angst regiert. Gebt acht, dass ihr immer wahrhaftig bleibt, also an der Wahrheit haftet. Und nun die Losung: Tut Gutes und haltet stets Ausschau nach Frieden. Jagt hinter ihm her, bis ihr ihn habt. Damit grüßt Sie Ihre M. T.

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