Reliphon

Seid getrost, ich bins, fürchtet euch nicht. ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 29. Juli 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon 5. August 2019
Seid getrost, ich bins, fürchtet euch nicht.
Jetzt in der Ferienzeit gibt es alle 14 Tage ein neues Reliphon und heute will ich mit einer kleinen Geschichte beginnen. Ein weltberühmter Geigenspieler wurde von einer Frau mit ihrem blinden Kind angesprochen, ob das Kind einmal seine Geige, seine echte Stradivari berühren dürfe. Der Künstler erlaubte es und das Kind begann tastend mit seinen Fingern das wertvolle Instrument zu entdecken. Mit sachten Bewegungen, als ob es einen lieben Menschen zu erkennen versuche, entdeckte das Mädchen das Geheimnis des Instruments.

So wie dieses Mädchen sind auch wir über weite Strecken auf das Tasten angewiesen. Nur tastend können wir vorangehen. Wie geht es weiter mit Stufen des Lebens, mit unserer Kirche, mit unserer komplizierten Welt. Manche Nacht wache ich auf und bin deprimiert, dass die Probleme der Umwelt von der Politik nicht angegangen werden .Und es ist ja nicht nur ein deutsches Problem, dass die Erde sich immer weiter erwärmt. Aber wenn wir, die wir so ein reiches Land sind, nicht vorangehen, wie soll es dann ein ärmeres Land? Es treibt mich um und ich bete täglich und oft in der Nacht für die Politikerinnen und Politiker. Uns allen ist diese Welt anvertraut, wir sollen die Schöpfung bewahren. Und immer wieder kann ich nur beten: “Herr erbarme Dich.“ Ich taste über diese wunderbare Erde, so schön und gleichzeitig so gefährdet wie eine Stradivari.
Ich sehe die Welt und gleichzeitig sehe ich auf Jesus. Wir Menschenkinder sitzen ja wie die Freunde Jesu alle in einem Boot. In Matthäus 14 ab Vers 22 treibt Jesus sie im Boot aufs Wasser. Er selbst ist betend auf dem Berg. Ein Sturm kommt auf und sie fühlen sich völlig verlassen. Allein im Boot und den haushohen Wellen ausgesetzt. Jesus kommt ihnen mitten in der Sturmnacht entgegen, aber sie denken, er sei ein Gespenst. Jesus spricht : „Seid getrost. Ich bins , fürchtet euch nicht.“
Die Hoffnung, dass Jesus da ist, Weisheit gibt und kommt, entbindet uns nicht von der Verantwortung. Wir haben den Auftrag, die Schöpfung zu bewahren. Aber mit seiner Gegenwart und seinem Wort kann ich mich jeden Tag vorantasten. Wenn die Wellen mir den Weitblick versperren, wenn ich nicht weiß, wie es gehen könnte, wenn die Wellen der Angst auf mich zurollen, dann ist der Herr immer noch größer.
Ich bete, Herr leite Du mich heute, ich will mich vorantasten und bin auf deine Leitung angewiesen.
Wollen wir uns miteinander vorantasten, wie wir Gottes Willen heute tun können?
Seien Sie in dieser Sommerzeit gesegnet und gegrüßt von Ihrer und Eurer Traudel Krause

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