Reliphon

Der Schlüssel zum Herzen steckt innen ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 15. Juli 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon 15.07.2019
Der Schlüssel zum Herzen steckt innen
Zur Zeit beschäftigt mich das starke Bild und Symbol der Tür.
Soviele Lieder, Bibelverse und Aspekte gibt es zu diesem Symbol.
Wir kennen das, dass wir uns einen Rückzugsort suchen und die Tür hinter uns verschließen. Endlich ungestört sein, einmal niemanden an mich heranlassen müssen. Vielleicht gerade jetzt in der Urlaubszeit. Aber auch das kennen wir, dass wir im Zorn die Tür hinter uns zugeschlagen haben und den Schlüssel herumdrehen. Da schnappt dann mehr zu als ein Türschloss. Da sind wir selbst eingeschnappt und erbost, verschlossen und unzugänglich. Es dauert eine Weile bis wir wieder einrasten, uns öffnen und wieder jemand an uns heranlassen. Solche Ereignisse sind vielleicht schon lange her, vielleicht reicht das Erlebnis zurück bis in die Kindheit. Äußerlich ist alles wieder gut, aber tief drinnen sind wir noch hinter der verschlossenen Tür.
Jede Tür trennt innen und außen. Jeder von uns braucht ein Innen der Bewahrung, einen Schutzraum, einen Ort der Abgrenzung, wo wir das Verletzliche, Schöne, Zarte, Geheimnisvolle des Lebens bergen. Immer und für jeden nur offene Türen - da würde das Geheimnisvolle, das Warme, das Private, das Intime erfrieren und verwehen. Das ist richtig.
Und doch ist es dran, mich immer wieder zu öffnen.
Jesus sagt in Offenbarung 3 Vers 20:“siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an“ ….Jesus selbst klopft bei mir an. Er weiß um die Schwelle und bleibt geduldig draußen stehen. Er wartet, denn er weiß, dass der Schlüssel zur Herzenstür innen steckt. Er bricht nicht ein. Niemals würde er mich mit Gewalt oder List überrumpeln. Er weiß, dass ich meinen Eingang, den Zugang zu mir manchmal fest verschlossen und verriegelt halte und dass nur ich allein aufschließen kann.
Solch eine Schlüsselsituation erlebe ich irgendwann vielleicht das erste Mal. Wenn ich bisher mein Leben ganz allein meistern und von Gott nichts wissen wollte.
Bei diesem ersten Mal gilt es, Jesus einzuladen in mein Lebenshaus. Ihm Eintritt zu gewähren und ihn zu bitten, die Herrschaft in diesen Räumen zu übernehmen.
Im Kurs öffnet sich die große Tür und überraschenderweise kommen innen wieder viele neue Türen. Ja, so ist es. Wenn ich meine Tür für Jesus, den Herrn geöffnet habe, beginnt ein Prozess, ein neues Leben. Immer wieder steht Jesus vor der Tür der verschiedenen Lebensräume und wartet, dass ich öffne und er eintreten kann und das Mahl mit mir halten. Dass er eintreten kann, vielleicht in den Keller der tiefen Gefühle und ich in diesem Bereich ganz neue Erfahrungen mit dem Herrn der Welt machen kann.
Jesus sehnt sich nach dieser Gemeinschaft mit uns.
Eine gesegnete Woche wünscht Euch Eure
Traudel Krause

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