Reliphon

Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 10. Juni 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon 10.6.2019
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete…..
So heißt es in einem Liedvers von Huub Osterhuis. Dass wir Atmen, das ist uns wie selbstverständlich. Wir denken nicht darüber nach. Von der Geburt bis zum letzten Atemzug atmen wir.
Ausatmen – Einatmen. Wir sind darauf angelegt die verbrauchte Luft auszuatmen und frische, suerstoffreiche Luft einzuatmen.
Angelegt sind wir auch auf ein Gegenüber, auf Gott selbst, der seinen Atem in uns gegeben hat. In 1.Mose2,7 heißt es : „ und Gott blies ihm seinen Odem in seine Nase, so ward der Mensch eine lebendige Seele.“
Gottes Atem in mir! Gott selbst in mir.
Henry Nouven schreibt: „ Ein Mensch, der betend lebt, ist immer bereit, den Atem Gottes zu empfangen und sein Leben zu erneuern und weiter entfalten zu lassen. Er öffnet sich Gott und kann wieder frei atmen.“
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete. Sein Atem oder könnte ich nicht auch sagen, sein Geist??
Es ist Gottes Geist, der in meinem Leben wirkt, der mich leitet, mich tröstet, mir Impulse gibt und mich immer wieder neu überrascht. Und der mich ins Gespräch mit dem großen Du, mit Gott bringt.
Am Pfingstfest feiern wir den Heiligen Geist. Ihn hat Jesus seinen Jüngern versprochen. Er ist gegenwärtig in meinem Leben, er sucht mich, wenn ich mich verloren habe, sucht solange, bis er mich gefunden hat.
Pfingsten ist für mich immer ein ganz besonderes Fest. Es war an einem Pfingstfest, dass ich vom Geist Gottes gefunden wurde, dass ich überrascht wurde von Gottes Anrede, dass ich seinen Anruf gehört habe und antworten konnte. Bis dahin hatte ich für Gott nur Spott übrig. Ich habe ihn geleugnet. Aber dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich erkannte mich als einen Menschen, der Vergebung und einen Neuanfang braucht. Ich erkannte mich als einen Menschen, der neu anfangen kann und darf und ich wurde mir bewusst, dass ich Tochter des Vaters im Himmel bin. Mein Leitspruch war: „Ist jemand in Christus, ist er eine neue Kreatur, siehe das Alte ist vergangen, alles ist neu geworden.“ So fühle ich es seither. Gott ist mir in Jesus so nahe wie mein Atem. In ihm lebe und webe und bin ich wie es in der Apostelgeschichte 17.28 heißt. Niemand und nichts kann mich aus dieser Verbindung vertreiben. Ich gehöre zu Gott und er gehört zu mir.
Das Gespräch mit IHM ist so selbstverständlich wie mein Atmen. Das Leben in dieser Verbindung zu IHM ist das volle Leben. Einatmend kann ich sagen: Jesus Christus. Ausatmend kann ich sagen: Du bist da.
In dieser Woche nach Pfingsten wünsche ich uns diese Gewissheit, dass wir nie allein sind.
Eure und Ihre Traudel Krause

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