Reliphon

Tausend Gründe Danke zu sagen ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 27. Mai 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon für den 27.5.2019
Tausend Gründe Danke zu sagen
Manchmal bekommt man genau zur rechten Zeit das rechte Buch in die Hand. So war es bei mir. Das Thema „ Freude“ beschäftigte mich und ich bekam das richtige Buch…..
Geschrieben ist es von einer Frau, die in ihrer Lebensgeschichte viel Leid erfahren hat. Ein Geschwisterkind ist tödlich verunglückt und das hat eine ganze Kettenreaktion in Gang gesetzt. So ist es in Familien, dass wenn ein Glied leidet, leiden die anderen auch.
Längst erwachsen, verheiratet und Mutter von 6 Kindern merkt sie, dass sie nicht weiterkommt. Sie bleibt immer an den Verlusten und den schweren Erfahrungen hängen. Auch an der Frage, warum Gott das alles zulassen konnte.
Eines Tages kommt sie auf die Idee, eine Liste anzufertigen mit allen Dingen, die ihr kostbar sind und für die sie danken will. Zunächst ist das Ziel, tausend Dinge aufzuschreiben. Die Liste füllt sich überraschend schnell.
„Der Tau auf dem Gras heute Morgen, der Geschmack des Brotes, der Duft der Blumen, das Lachen der Kinder auf der Schaukel,……“
Schon bei der Zahl 500 schreibt sie: Ich bin „überrascht von der Freude“. In dem ich aufschreibe was ich liebe, halte ich fest, auf welch vielfältige Weise Gott mich liebt.
Aber was ist mit den Tagen, an denen keine Freude ist? Wenn Schmerz, Trauer, Verlust und Angst überwiegen? Die Familie lebt auf einer Farm und sie spürt die Existenzangst. Was ist, wenn ihnen die Lebensgrundlage entzogen wird durch den Verfall der Preise? Als eines ihrer Kinder sich an einem landwirtschaftlichen Gerät verletzt, brechen alte Erinnerungen auf. Ist Gott der liebende, der barmherzige Gott? Interessiert er sich für unser Elend? Und kann Leid in Gnade verwandelt werden?
In diesen Fragen entdeckt sie die Jakobsgeschichte im Alten Testament. Er hat Furcht vor seinem Bruder, der ihn umbringen will. Er muss die Heimat verlassen und flüchten. Vor Erschöpfung schläft er ein und träumt. Aufgewacht sagt er:„ Fürwahr, der Herr ist an diesem Ort und ich wusste es nicht. Man muss sich diesem Ort in Ehrfurcht nähern, denn hier ist wirklich die Pforte des Himmels.“ Das heißt doch, Gott ist auch am Ort der Angst und der Trauer. Gott ist da! Das ist Grund zur Freude. Die Freude bricht oft durch, nach einem schweren Erlebnis.
Zum Beispiel : Aus der Trauer der Jüngerinnen und Jünger am Karfreitag erwächst die Freude am Ostermorgen, die Freude darüber, dass der Herr auferstanden ist. Die Freude, dass ER ein Gott ist, der sieht.
Da wo wir dem Auferstandenen begegnen, wo ER uns anspricht, da sind wir überrascht von der Freude. Die Freude bricht durch alle anderen Emotionen durch.
Das wünsche ich uns in der neuen Woche
Eure Traudel Krause

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