Reliphon

Österliche Zeit ()

Margret TrojerMargret Trojer, 29. April 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Relifon am 29. April 2019
Margret Trojer

Österliche Zeit
Die Osterfeiertage liegen hinter uns, auch der Alltag nach den Ferien beginnt wieder. Wie es Ihnen wohl ergangen ist? Ich selber habe mich sehr in die jeweiligen Tage fallen lassen. Den Gründonnerstag beschloss ich in einer Nachbargemeinde bei der Nacht der verlöschenden Lichter, das war sehr bewegend. Der Karfreitag ist für mich schon immer ein Trauertag gewesen, dieses Jahr empfand ich es sehr emotional, nicht zuletzt, weil zwei Beerdigungen von lieben Menschen anstanden und meine eigene Trauer da gerne erneut spürbar wird. Der Samstag war der Tag dazwischen und da fand eine Beerdigung statt. Die Osternacht begann ich sehr bewusst im anderen Nachbarort mit anschließendem Frühstück. Das alles zusammen tat mir sehr gut. Im Buch Leben ist Mehr fand ich dazu treffende Worte, wieder von Axel Schneider, zu dem Bibelvers aus 1. Korinther 15, 3 und 4. .. dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften; und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften. Es ist die Woche der Wahrheit. Diese letzte Woche hatte es in sich. Was war das für ein Lärm und ein Tosen in der Stadt gewesen! Die Plätze waren voll, wenn er da war und zu den Menschenmengen redete. Seine Ankunft vor wenigen Tagen war geradezu spektakulär, aber auch bescheiden: auf einem kleinen Esel reitend, umgeben von seinen engsten Vertrauten. Die fröhliche Stimmung hielt nicht lange an. Was war dann passiert? Die gleichen Leute, die ihm zugejubelt hatten, forderten nun schreiend und kreischend seinen Tod. Wie war es möglich, dass die Menschen in kurzer Zeit so ihre Meinung ändern konnten? Der Jubel war verklungen, Hass und Häme hatten sich breitgemacht. Niemand zeigte Mitleid mit ihm, als sie ihn anklagten, verhörten, bespuckten. Sie peitschten ihn aus, bis sein Körper völlig zerschunden, sein Gesicht blutüberströmt war. Das Urteil war gesprochen: der grausame Tod an einem hölzernen Kreuz, eine der schlimmsten Bestrafungen überhaupt. Was hatte er nur getan?
Obwohl er völlig unschuldig war und ohne Grund am Kreuze hing, fand er diese unbeschreiblichen Worte für seine Peiniger: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!« Dann starb er! Er wurde begraben, doch Frauen erzählten, dass sie das Grab leer vorgefunden hatten. Das war doch unmöglich - oder?
Wir glauben, dass das Unglaubliche wahr geworden war. Jesus war wirklich auferstanden! Er lebt! Gehen Sie gesegnet weiter in dieser österlichen Zeit. Ihre M.T.

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