Reliphon

Alles verändernde Augenblicke ()

Margret TrojerMargret Trojer, 8. April 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon am 8. April 2019
Margret Trojer

Alles verändernde Augenblicke
Der Ausbruch des Vesuvs und der Untergang von Pompeji. Der Thesenanschlag Luthers 1517 in Wittenberg. Die Atombombe am 6.8.1945 in Hiroshima. Der Fall der Berliner Mauer am 9.11.1989. Der Terroranschlag am 11.9.2001 in New York. Wir können es mit unseren persönlichen verändernden Augenblicken fortsetzen, da fällt uns sicher ganz schnell viel ein. Eine zugeschlagene Autotüre und 7 Monate Probleme mit der ganzen Hand, ein Sekundenschlaf und es ist passiert. Ein einziger Augenblick, oft nur eine Sekunde zwischen Leben und Tod oder eben Leben verändernden Situationen. Sie sind weltbewegend, weltverändernd und für viele Menschen von durchschlagender Bedeutung. Was die Welt wirklich nachhaltig verändert hat, war der Moment als Jesus starb. Denn genau in dem Moment vor rund 2000 Jahren geschah ein Zeichen, das tatsächlich von weltweiter Bedeutung war und ist: Im Tempel in Jerusalem zerriss der 25m lange Vorhang, der das Allerheiligste abtrennte. Dieser hatte bis dahin die Menschen von Gott und einer direkten Begegnung mit ihm ferngehalten. Gott war auf Distanz! Jetzt war der Weg zu ihm frei! Er selbst öffnet uns die Tür und den Blick für seine Liebe zu uns Menschen, indem sein Sohn stirbt, damit uns nichts mehr von Gott trennen muss. Ostern erinnert uns an das Sterben von Jesus und vor allem an seine Auferstehung. Man stelle sich für einen Moment vor, man wäre dabei gewesen. Hätte uns die Neugier gepackt? Wären wir aus Respekt zurückgewichen? Hätte es uns zum Zweifeln gebracht? Wir wissen es nicht. Aber was wir wissen ist, dass Gott mit diesem Geschehen seine Geschichte mit uns Menschen fortgesetzt hat. Mit Liebe, Vergebung, Freundschaft und Zukunft. Keine kühle Distanz, sondern eine familiäre Beziehung bietet er: Wir dürfen Kinder Gottes werden. Mit dem Zerreisen des Vorhangs eröffnete Gott uns diese Möglichkeit. Das gilt an jedem Tag, für die ganze Welt und für jede und jeden Einzelnen persönlich. Welch großartiges Geschenk. Gott will uns begleiten, er möchte uns segensreiche Momente schenken, unser Leben bereichern, uns ermutigen, im Vertrauen auf ihn unsere Wege zu gehen und immer wieder neue Schritte zu wagen. Wir dürfen sicher sein, Gott lässt uns keinen Moment alleine, ER ist immer da.
Diese wunderbaren Gedanken habe ich dem Kalender der Marburger Medien entnommen und für uns angepasst. Da kann ich nur anfügen: Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen, geh in seinem Frieden, was auch immer du tust. Ich wünsche Ihnen ruhige Momente in dieser Passionszeit. Ihre M. T.

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