Reliphon

Jahreslosung Teil 2; Shalom, mein Lieber ()

Hans-Martin Steffe, 25. März 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon Jahreslosung Teil II
Willkommen beim Reliphon!
Schalom, mein Lieber, grüßt er mich immer! Wenn er mich trifft, wenn er mir eine Karte schreibt, wenn ich ihn anrufe. Sogar, wenn er nicht zu Hause ist. Dann höre ich seine Stimme vom AB: Schalom! Das Allerwichtigste zuerst. Schalom meint: Es soll dir gut gehen an Leib und Seele und Geist. Und in deinen Beziehungen auch, mit anderen Menschen und mit Gott.
Schalom heißt Frieden im umfassenden Sinn. In meinem Herzen und in der kleinen und großen Welt. Da scheint der Frieden verloren gegangen zu sein. Wenigstens kommt er in den Nachrichten selten vor. Höchstens in den kirchlichen Botschaften zu Weihnachten und Ostern.
Die Jahreslosung lässt mich nicht los. Da geht es um den Schalom mitten im Alltag:
„Suche Frieden und jage ihm nach!“
Letzte Woche habe ich einiges zur ersten Aufforderung gesagt: Suche Frieden! Diese Woche will ich mich dem zweiten Auftrag zuwenden: „Jage dem Frieden nach!“ Als ob der Frieden davonläuft. Nun ja, das kenne ich schon. Manchmal ist es zum Davonlaufen. Da herrscht ein heilloses Durcheinander. Da beschimpfen sich die Gesprächspartner. Da redet man über Abwesende nur negativ. Und manchmal stimme ich mit ein. Und der Frieden geht darüber verloren. Die Missstimmung herrscht vor.
Dem Frieden nachjagen! Manchmal muss ich mich um den Frieden bemühen. Nachjagen, um den Frieden wieder einzuholen. Was mir dabei hilft?
Das Lied, das vor 100 Jahren in Frankreich gedichtet wurde und lange Zeit Franz von Assisi zugeschrieben wurde, weil es zu ihm passt. Rolf Schweizer hat es vertont. Es steht im Evangelischen Gesangbuch Nr. 416:
„O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt,
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.“
Ich spreche dieses Gebet immer wieder. Ich versuche mit ihm in den Tag zu gehen. Ich frage: Wo soll ich in eine Lage voller Hass Liebe einbringen? Wo mithelfen, wenn sich Menschen beleidigt haben. Wo für Frieden sorgen. Dieses Nachsinnen bringe ich vor Gott und den Friedefürsten Jesus. Die Zerstrittenen, die Frieden verloren haben oder denen er davongelaufen ist, will ich segnen. Mit dem Friedensgruß des Apostels Paulus:
„Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre dich in Christus Jesus.“
Das wünsche ich Ihnen und mir, Ihr Hans-Martin Steffe.

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