Reliphon

Ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 28. Januar 2019
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon 28. Januar 2019
Ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen
Es gibt Bilder und Symbole, die einfach unvergleichlich gut sind. Dazu gehört für mich der Baum.
Bäume sind so eng mit meinem Leben verbunden!
Gehe ich aus dem Haus, so sehe ich gleich den von der Stadt im Herbst neu gepflanzten Baum. Ich bin gespannt, welche Blätter er zeigen wird. Auf allen meinen Wegen und in meiner Lebensgeschichte gibt es viele Bäume. Wenn ich zum Beispiel walken gehe, gibt es unterwegs an meiner Strecke eine Birke. Sie ist meine Freundin. Wenn jetzt der Rauhreif drauf ist, ist sie wunderschön, das sage ich ihr dann immer. Und im Frühjahr wenn das frische Grün treibt, ist sie eine wahre Freude. Im Herbst ist sie goldgelb und ich traure mit ihr, dass diese Pracht demnächst nicht mehr in der Sonne strahlen wird. Sie steht fest in der kargen Alb-Erde und ist hochgewachsen. Offensichtlich hat sie ihre Wurzeln tief in der Erde, sonst könnte sie nicht so gesund da stehen.
So wie diese Birke will ich sein! Ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen. Der seine Wurzeln tief in der Erde zum Wasser hinstreckt. Im Psalm 1 heißt es: „Wohl dem , der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum an den Wasserbächen…“ Über den Gesetzmässigkeiten Gottes Nachsinnen bei Tag und Nacht. Das muss so sein, wie mein Atmen, wie mein eigener Atem. Ausatmen – einatmen. Die Gesetzmässigkeit Gottes, das ist doch Gottes Liebe zur mir. Das ist, dass er mir zusagt, dass nichts und niemand mich aus seiner Liebe vertreiben kann. Dass ich in Zeit und Ewigkeit seine Tochter bleibe. Und für die Söhne gilt dasselbe. Das gilt es einzuatmen und wenn in mir eine Stimme das Gegenteil behaupten will …. auszuatmen. Da fällt mir gerade ein, dass Bäume auch atmen und dass gerade das, was sie ausatmen für uns Menschen lebensnotwendig ist.
Über die Gesetzmässigkeit Gottes nachdenken, das ist in IHM sein und bleiben. Immer in der Verbindun , in Beziehung. Immer im Gebet. Angeschlossen an die Quelle seiner Gegenwart, wie die Birke an meinem Weg.
Christus hat in mir Wohnung genommen, in meiner Mitte, in meinem Zentrum und von ihm her strömt mir Kraft und Liebe zu. In meiner Mitte, da sind die Wasserbäche. Da sollen meine Wurzeln sich hinstrecken. So kann Frucht wachsen und meine Blätter verwelken nicht. Und davon habe nicht nur ich etwas, sondern auch die, die um mich sind.
In diesem Sinne sage ich euch: Streckt eure Wurzeln zu den Wasserbächen.
Eure Traudel Krause

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