Reliphon

Unterwegs –Gebet ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 28. Oktober 2018
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon 29.10.2018 Unterwegs –Gebet
Krankheit und Not bringen uns schwer unter Druck. Manchmal erleiden wir es am eigenen Leib. Aber auch die Bedrängnis von Kindern, Enkeln oder anderen Menschen, die wir lieben bringt uns an den Rand.
Die Not derer, die wir lieben spüren wir manchmal sogar noch stärker, als wenn wir es selbst erleiden würden. Was würden wir dafür geben, wenn wir ihnen einen Teil abnehmen könnten……
Es stimmt einfach: wenn einer leidet, leidet das ganze System.
An den Rand kommen – nur noch zu Gott schreien können. Die Angst, die Verzweiflung ,den Schmerz, - aber auch das Unverständnis, den Zweifel herausgeben zu Gott hin. Das hilft.
Im Neuen Testament lesen wir in Markus 9 wie ein Vater seinen einzigen Sohn zu Jesus bringt. In höchster Verzweiflung sagt er:“ Wenn Du etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns.“
Das Elend so viele Jahre sehen zu müssen und nicht helfen zu können, ohnmächtig daneben stehen zu müssen. Es so gerne ändern zu wollen, aber nicht zu wissen wie. Verantwortlich zu sein und doch nichts tun zu können. Wer kann das aushalten? Wie soll ich Gott verstehen? Wie soll ich Jesus verstehen?
Aber genau dieses Gebet – diesen Schrei „wenn du etwas kannst , so hilf uns“ das hört der barmherzige Gott. Genau da, wo wir am Rand sind, da ist er gegenwärtig. Seine Hände sind unter dieser Situation. An diesem Ufer steht Jesus und antwortet. Der Ewige gibt Antwort, er lebt und tritt ein in unsere Verzweiflung.
Ich las eine Form des Gebets, die mich angesprochen hat. Vielleicht ist das eine Form, die hilft, durch die Tage zu kommen.
Unterwegs-Gebet:
Ich halte meine Hände mit den Handflächen nach unten. Das kann auch ganz unauffällig geschehen, im Zug oder Bus. Ich zeige damit: Ich will loslassen. Ich gebe ab. Meinen Ärger, meine Angst, Unsicherheit, Termindruck….mit offenen Händen nach unten kann ich nichts festhalten. Alles fällt mir aus der Hand – hinein in Gottes Hand.
Ich drehe die Hände mit den Handflächen nach oben, sie werden zu offenen Schalen. Ich bitte Gott, dass er mir gibt, was ich nötig habe. Auch das kann sehr unauffällig geschehen.
Diese kleine Übung hilft im Durcheinander des Alltags. Der Knoten kann sich lösen. Ich erinnere mich an Gott. Ich spüre: ER ist da. ER nimmt Lasten ab und hilft.
So gehen wir miteinander in die neue Woche. Immer im Wissen, dass der barmherzige Gott gegenwärtig ist.
Eure Traudel Krause

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