Reliphon

Langen Atem haben ()

Margret TrojerMargret Trojer, 20. August 2018
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Relifon am 20.August 2018
Margret Trojer

Langen Atem haben
Kennen Sie auch Tage, die man am liebsten ungeschehen machen möchte? Leider geht das nicht und man braucht oft einen langen Atem, bis man endgültig durch ist. Dazu kommt die Frage, warum gerade ich und wieso jetzt? So erging es mir auch, als ich Ende Juni den rechten Ringfinger in eine Autotüre klemmte, aber richtig mit Schwung zu und mein Finger drin. Es dauerte zwei Wochen, bis klar war, das Gelenk ist gebrochen und eine Operation ist nicht zu umgehen. Aber für mich das allerschlimmste ist der Gips und damit wochenlanges Fahrverbot. Ein langer Atem ist gefordert, ich hoffe, ich habe ihn. Ich überlegte ernsthaft, warum mir regelrecht auf die Finger geklopft wird und ich derart ausgebremst bin. Jesus wird wissen warum, vielleicht, um mich mehr auf mich zu besinnen und mehr Zeit für mich selber einzuplanen? Am Ende dieser Zeit darf ich wieder aufatmen und werde im Rückblick vielleicht sehen was es zu bedeuten hatte. Manchmal braucht es wirklich Krisen und Notsituationen um etwas zu erkennen oder auch zu verändern. In so einer Lage ist man vielmehr auf Jesus ausgerichtet und angewiesen, wer sonst sollte denn helfen und tragen? Im Ablauf der ganzen Geschichte sehe ich Jesus Handschrift von Anfang an. Der Arzt, der mich dann als Notfall aufnahm und geröntgt hat war ganz bestimmt nicht aus Zufall ein Handchirurg. Ich kam spät aber dann in beste Hände. Da fallen mir zwei Bibelstellen ein, die genau das aussagen. Im 1.Mosebuch 50 Vers 20 steht: Josef sprach zu seinen Brüdern: Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen. Und bei Lukas 6Vers 19 heißt es: Alles Volk suchte Jesus anzurühren; denn es ging Kraft von IHM aus. Jesus heilt in jeder Lebenslage und wenn wir Heilung erlebt haben an Körper oder Seele, haben wir Grund zu danken und weiterzugeben in Wort und Tat, was wir erlebten. IHN zu berühren bedeutet, ihn aktiv zu suchen und Gutes zu tun. Einen langen Atem haben bedeutet Geduld zu haben, mit sich selber oder mit anderen, Zeit investieren und durchhalten. Auch aus dem Schlimmsten kann noch was Gutes werden.
Dietrich Bonhoeffer sagte einmal: „Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes machen kann und will.“ Ich füge hinzu, wenn es Menschen sind, die einen langen Atem haben und vertrauen können. Das nächste Relifon dürfen Sie am 3.September erwarten. Ihre M. T.

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