Reliphon

Das Schöne zieht uns zu Gott ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 23. April 2018
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon

Reliphon für den 23.April 2018
Das Schöne zieht uns zu Gott
Im Radio hörte ich einen Satz, bei dem ich sofort dachte: “Das ist wichtig für Stufen des Lebens!“.
„Singt, betet und lobt Gott und fragt nicht, was das bringen könnte. Denn Singen, Beten und Loben ist einfach schön und das Schöne zieht uns zu Gott und bringt uns in einen Zustand, der mit Kaufen und Verkaufen nichts zu tun hat , aber mit Staunen und still werden, sich wundern und sich vergessen - einfach mit Glück. Siehe da, Halleluja, ich bin Teil des großen, wunderbaren Ganzen, was wir Schöpfung nennen. Vergesst das nicht, das Leben ist schön.“
Das Schöne zieht uns zu Gott.
Dieser Satz war es. Und wie schön machen wir es für unsere Kursteilnehmerinnen und Teilnehmer!!
Wir gestalten das Bodenbild schön, wir sorgen für Blumen und eine schöne Pause. Wir suchen schöne Lieder heraus und achten darauf, dass der äußere Rahmen so ist, dass es eine Oase im Alltag wird. Mein Gefühl bei der allerersten Begegnung war: Das ist wunderschön! Hier gefällt es mir. Auch ein Obdachloser in der Berliner Citystation sagte das einmal beim Sehen des Bodenbildes-.
Ja, unsere Seele nimmt die Schönheit wahr. Die Schönheit eines schön gedeckten Tisches, eines gut angelegten Gartens, eines geschmackvoll eingerichteten Zimmers. Die Schönheit der Natur .. gerade jetzt im Frühling. Die Farben und Vielfalt der Blumen und Bäume lassen das Herz höher schlagen.
Die Schönheit einer festlich geschmückten Kirche, der festlich gekleideten Menschen, die Schönheit eines Gottesdienstes. Ich könnte mit der Aufzählung mühelos fortfahren und es wäre nicht langweilig. All dieses Schöne zieht mich zu Gott. Vor kurzem war ich im Strassburger Münster. Draussen war ein strahlender Sonnentag und im Innern der Kirche erstrahlten die bunten Fenster im schönsten Licht . Ich konnte mir lebhaft vorstellen, wie Menschen durch diese Ausstrahlung getröstet wurden und werden.
Das Schöne zieht uns zu Gott. Ja, aber stimmt das überhaupt?
Denken wir nicht oft, dass es die Krisen sind, die uns zu Gott und ins Gebet treiben? Auch das stimmt. Nie schreie ich so aus tiefstem Herzen, als wenn ich in Not bin. Nie treibt es mich mehr in seine Arme als wenn mir das Wasser bis zum Hals steht.
Das Schöne ist anziehend, es zieht mich zu Gott. Da geht mir das Herz auf, sagen wir. Da kann ich nicht anders, da lobt es in mir. Ich möchte ein Lied von Paul Gerhard nennen. Mitten in der großen Not seiner Zeit dichtet er:
Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben. Schau an der schönen Gärten Zier und siehe wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.
Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide. Narzissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide.
Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun, erweckt mir alle Sinnen. Ich singe mit, wenn alles singt und lasse was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen.
Singen Sie doch diese Woche die 15 Strophen dieses Liedes und freuen sich an all dem Schönen und Iassen Sie sich dadurch in Gottes Nähe ziehen.
Ihre Traudel Krause

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