Reliphon

Geschiebe und Getriebe, Gelaber und Geschwätz ()

Margret TrojerMargret Trojer, 19. Februar 2018
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon

Relifon am 19. Februar 2018
Margret Trojer

Geschiebe und Getriebe, Gelaber und Geschwätz
Die Sonntagsgedanken im Radio vor einiger Zeit haben mich so angesprochen, dass ich sie heute gerne aufgreife. Wir kennen die Geschichte aus unseren Kursen und Christian Hartung sprach so gut darüber. Hören Sie heute aus der ersten Hälfte: Jesus hat mit einer kleinen Geschichte gezeigt, dass Worte ganz unterschiedlich wirken können. Er hat von einem Sämann erzählt, der seinen Samen übers Land streut. Ein Teil fällt auf einen Trampelpfad, den die Leute sich durch das Feld gemacht haben. Es wird zertreten, und die Vögel fressen es auf. Anderes fällt auf Felsengrund, da kann es keine Wurzeln treiben und verdorrt. Wieder anderes fällt unter Unkraut und Dornen und wird davon erstickt. Aber keine Sorge, hat Jesus dazu gesagt: Da bleibt noch genug übrig. Das fällt auf fruchtbaren Boden, geht auf und bringt hundertfache Frucht. Vielleicht übertreibt Jesus da ein bisschen. Aber sie gibt mir zu denken. Wie oft gehen Worte im Geschiebe und Getriebe der Leute unter. Manchmal habe ich das Gefühl, keiner hört mehr richtig zu. Es ist wirklich wie bei den Samen, die von den Leuten zertreten werden, ich kenne es auch, dass ich andere Menschen einfach nicht erreiche. Sie sind wie versteinert, voller Schmerz, Angst oder Sorge, hart geworden von schlechten Erfahrungen und Enttäuschungen. Ich spreche mit ihnen und merke: Eigentlich kann ich mir das sparen. Sie können mich nicht verstehen. Oder wollen sie nicht? Ob es anderen mit mir auch so geht?
Aber auch das kenne ich: Die Worte fallen durchaus auf fruchtbaren Boden. Aber da ist noch ganz viel anderes, das wächst mit ihnen, viel schneller, es ist wie Dornengestrüpp. Am Ende ist von den guten Worten nichts mehr übrig. Sie sind wie erstickt von all dem Gelaber und Geschwätz.
Aber dann doch auch das: Mir sagt einer was – und ich denke: Mann, das ist es! Das ist ja die Idee! – Oder jemand sagt mir etwas so Liebes und Schönes, dass mir ganz warm wird ums Herz. Ja, diese Worte bringen hundertfache Frucht!
Was einer sagt, kann auf fruchtbaren Boden fallen und bringt Frucht, oder die Worte verdorren auf schlechtem Boden und ersticken unterm Unkraut. Aber trotz aller schlechten Erfahrungen: Es gibt Worte, die können über viele Jahre hinweg wirken, die tun einfach gut.
Das wünsche ich Ihnen für diese Woche und nächste Woche hören wir über die Wirkung guter Worte. Ihre M.T.

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