Reliphon

Ich könnte dich auf den Mond schießen. ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 27. November 2017
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon zum 27.11 2017
Ich könnte dich auf den Mond schießen.
So oder ähnlich geht es uns manchmal. Das Zusammenleben mit Geschwistern und Partnern, Kollegen und Freunden ist nicht immer lustig. Manche sagen: nicht vergnügungssteuerpflichtig. Schon von klein an machen wir die Erfahrung, dass ich nicht mitspielen darf, ein anderer bevorzugt wird oder, dass ein Geschwister mir „gefühlt“ meinen Platz nimmt. Auch später mache ich immer wieder die Erfahrung, dass es Menschen gibt, denen es besser geht als mir. Dass der andere erfolgreicher, schöner, gesünder … scheinbar gesegneter ist als ich. Wenn wir in diesem Vergleich hängenbleiben wird es schwierig.. Warum ist der andere gesund und darf unbekümmert leben und ich nicht? Hat Gott ihn lieber? Da rollen dunkle Gefühle wie Neid, und Eifersucht in mein Leben. Wie gehe ich damit um? Die dunklen Gefühle im Kurs sind es Bälle, die ich aufgenommen habe, wie gehe ich mit ihnen um? Es ist einfach so: in uns und um uns, in unserer Vergangenheit liegen Erfahrungen, die unsere Stimmungen bestimmen.
Kann ich diese Gefühle akzeptieren: Ja, auch das gehört zu mir und Gott hinhalten und mit IHM in die Auseinandersetzung gehen? Mich bei Ihm ausklagen?
Die Geschichte von Kain und Abel ermutigt mich nicht nur, sie ermahnt mich dazu. Lesen Sie einmal nach auf den ersten Seiten der Bibel. In 1.Mose 4.
Kain könnte den Abel auf den Mond schießen. Der soll weg, verschwinden. Er will den nicht vor seiner Nase haben. Ich will diesen Bruder nicht! Alle diese Gefühle, seinen Neid, seine Eifersucht, seine Wut schluckt er runter und sie werden zu einem tötlichen explosiven Gemisch. Gott sieht ihn und fragt: Warum ergrimmst du und warum senkst du finster deinen Blick??
Hier wäre Kains Chance, alles rauszulassen. Zu Gott hin.
Gott fragt warum ergrimmst Du und sagt ihm auch seine Würde der Entscheidung: Sei vorsichtig, die Sünde, das Getrenntsein von mir lauert vor deiner Herzenstür. Du aber herrsche über sie. Das heißt, du hast die Würde der Entscheidung.
Kain schlägt die Chance aus, er entscheidet sich anders. Er lockt Abel aufs Feld und schlägt ihn tot.
Gottes warnende Frage, sein Angebot alles mit ihm zu teilen, das hätte das Unglück wenden können. Ich spüre, wie sehr Gott leidet an der Unfähigkeit Kains, wie sehr er sich danach sehnt, dass ich alles mit ihm teile und seine Fragen an mich ernst nehme.
Bei Gott gibt es tatsächlich immer noch eine Chance .Am Ende schützt er Kain. Auch jenseits von Eden legt er seinen Schutz auf den Menschen.So wie Kain ist der Mensch, und so voller Liebe ist Gott.
Mit diesem liebevollen Gott will ich leben und ihn loben.
Eure Traudel Krause

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