Gottes Kinder und Erben ()

Traudel Krause, 13. November 2017
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon

Reliphon für 13.11.2017 Gottes Kinder und Erben
Ich sitze vor dem wohl berühmtesten Gemälde Rembrands – der Heimkehr des verlorenen Sohnes. Er selbst sagt von sich, dass er sich in allen 3 Hauptpersonen des Gemäldes spürt. Ja, das hört sich gut an: Ich bin Kind des Vater im Himmel – egal was geschieht. Bedingunslos, auch wenn ich nichts mehr bringen kann. Ich bleibe Tochter – für immer. Diese Sehnsucht ist so stark, dass es mir Tränen in die Augen treibt, wenn jemand etwas in dieser Richtung zu mir sagt. Es ist die unterste Schicht in uns, wir wollen Kind sein dürfen. Und wie früh mußten manche von uns erwachsen werden? Durch welche harten Einbrüche wurde die Kindheit in unserem Leben abrupt beendet und wir haben gespürt, dass es jetzt gilt stark zu sein. Das Kindsein- dürfen war beendet. Wann war das bei Dir? Bei Ihnen? Und trotzdem darf ich bei Gott Kind sein. In seinem Arm geborgen, von IHM gehalten. Das gilt!
Ein neuer Gedanke kommt jetzt , der dem ersten nichts nimmt:
Ein Kind bleibt nicht Säugling. Es lernt laufen, er wird reif und erwachsen. Kein Vater , keine Mutter wurden je Vater oder Mutter, ohne Sohn oder Tochter gewesen zu sein und zu bleiben. Und doch hat sich jeder Sohn, jede Tochter bewusst zu dem Schritt zu entscheiden, über ihre Kindheit hinauszugehen und Vater und Mutter für andere zu werden. Ein Satz von Jesus heißt: „Seid barmherzig wie euer Vater im Himmel barmherzig ist.“ Werden wie der Vater, das ist die Aufgabe.
„Ganz der Vater“ - so ist ja manchmal ein Ausruf, wenn ein Kind sehr dem leiblichen Vater gleicht. Das wäre was, wenn man von uns sagen würde :“ganz der Vater, der Vater im Himmel.“
Egal welcher Sohn oder Tochter ich bin, ich bin Erbe. Paulus schreibt:“ Der Geist bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben Gottes und Miterben Christi…..“ Ich bin Tochter – und - ich will das Erbe leben. Was meinem Vater im Himmel gehört, das hat er auch mir anvertraut. Und was habe ich nicht alles geerbt!
Werden wie der Vater.
Wenn ich den Vater auf Rembrands Gemälde anschaue, dann sehe ich viel Kummer, auch Vergebung und Grossmut. Vor allem sehe ich , dass er segnet. Für wen in meinem Umfeld werde ich heute Erbin des Vaters sein und von seinem Reichtum an Segen und Liebe weiterfließen lassen? Und ich selbst werde dadurch gesegnet.
Mit diesen Gedanken grüße ich Euch und wünsche Euch, dass Ihr Euch eures Kindseins und Eures Erbe- seins bewußt seid.
Eure Traudel Krause

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