Reliphon

Leiden, Verlust und Trauer ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 20. November 2016
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon 21.11.2016
Leiden, Verlust und Trauer

Leiden ,Verlust und Trauer…… immer wieder merke ich, dass mir diese Themen nicht so leicht gehen. Das schwere Leben würde ich lieber ausblenden und verdrängen. Vielleicht bin ich nicht die Einzige, der es so geht? Manchmal habe ich den Eindruck, dass in unserer Gesellschaft diese Themen keinen Platz haben….bis….ja bis sie uns dann ganz hautnah betreffen und wir nicht mehr daran vorbeikommen.
Unsere Schwiegertochter hat uns eingeladen, am Ewigkeitssonntag mit zum Gottesdienst und zum Friedhof zu kommen. Unser Enkelkind, das im Februar tot geboren wurde, wird dort,- wie alle im vergangangenen Jahr Verstorbenen- mit Namen genannt.
David Salomon Krause.
Es treibt mir beim Schreiben die Tränen in die Augen. Gott hat diesen Menschen mit Namen gerufen. Er kennt diesen kleinen Jungen mit Namen und dieser kleine Junge ist für Gott unendlich wertvoll. Er ist Gottes Kind. Gott hat ihn bei seinem Namen gerufen. David Salomon gehört zu Gott.
Verlust und Vergänglichkeit wiegen schwer. Aber:
Der letzte Sonntag im Kirchenjahr heißt Ewigkeitssonntag…auch wenn er im Volksmund Totensonntag heißt. Der Name Ewigkeitssonntag lenkt meine Aufmerksamkeit weg vom Tod, hin zur Ewigkeit. Das ist unsere Hoffnung als Christen, dass Jesus Christus den Tod besiegt hat und niemand und nichts uns weder in Zeit noch in Ewigkeit von IHM trennen kann. „An ihm wir kleben, im Tod und Leben“. singen wir. Ewiges Leben, das beginnt hier und jetzt, wo ich mit Jesus in Beziehung lebe.
IHM kann ich mein Leben--- und meinen Tod anvertrauen.
Zwischen Ewigkeitssonntag und 1.Advent will ich uns allen das Trostwort des Jahres sagen, ja mehr noch : ich will dieses Wort wie einen Mantel um Eure Schultern legen:
Gott spricht:“ Ich will Euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ In die Hände des väterlich-mütterlichen Gottes kann ich David Salomon legen. In diese liebevollen Hände kann ich alles legen, auch das, was ich nicht verstehe. Und ich entscheide mich, auf Gottes Güte, auf sein Gut-sein zu vertrauen.
Ich will mich und Euch ermutigen in dieser Woche immer wieder alles in die Hände Jesu zu legen. Ihm zu überlassen, was uns zu schwer ist. Mit Ihm zu teilen Freude und Leid.
So wünsche ich uns eine gesegnete Woche
Eure Traudel

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