Reliphon

Der Riss ist weg…. ()

Margret TrojerMargret Trojer, 7. November 2016
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon am 7. November 2016
Margret Trojer

Der Riss ist weg….
Mit diesen Worten begann unser Pfarrer Tobias Schneider seine Predigt am Sonntag zur Neueröffnung unserer St. Georgskirche. Ein halbes Jahr lang wurde sie renoviert und erneuert. Sie ist die modernste Kirche des Weinsberger Tales geworden. Wir hatten allen Grund zu staunen, was sich da grundlegend geändert hat. Mich beeindruckte sehr, dass der Mesnerplatz weg ist und die Mesnerin mit dem i-pad in der Hand in der komplett anderen Ecke der Kirche sitzt. Ja der Riss über der Kanzel ist weg, hell und sauber wie die ganze Kirche. Wir wurden erinnert, dass 1544 die Schlosskapelle in Torgau in Sachsen die erste evangelische Kirche wurde, Martin Luther weihte sie ein. Seine dortige Predigt wurde unter dem Namen, die Torgauer Formel bekannt. Ich zitiere: Am 5. Oktober 1544 hielt der Reformator zu diesem Anlass eine Predigt, die heute als Grundlage für das evangelische Gottesdienstverständnis gilt. "Meine lieben Freunde, wir wollen jetzt dieses neue Haus einsegnen und unserem Herrn Jesus Christus weihen", so begann der Reformator. "Das gebührt nicht mir allein, sondern ihr sollt auch zugleich mit angreifen, auf dass dieses neue Haus dahin gerichtet werde, dass nichts anderes darin geschehe, als dass unser lieber Herr selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort und wir umgekehrt mit ihm reden durch unser Gebet und Lobgesang." Soweit das Original. Die Kirche ist Ort der Begegnung mit Gott. Martin Luther weihte damals diese Kirche neu ein, als die 1. Evangelische Kirche überhaupt. So reformieren und renovieren wir heute auch unsere Kirchen um aktuell zu bleiben für die jeweilige Zeit. Gott spricht mit und zu uns wie vor Hunderten von Jahren. Ganz erhebend war da Lied das wir dann sangen und es mein absolutes Lieblingslied ist seit meiner Konfirmation: Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein; ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein! Hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht. Ich bin Herr, zu Dir gekommen, komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier. Zieh in meinem Herzen ein, laß es deinen Tempel sein. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Samkorn auf mich fällt. Gib mir Licht in dem Verstande und, was mir wird vorgestellt, präge du im Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn.
Eine gesegnete Woche wünsche ich Ihnen. Ihre M. T.

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