Reliphon

Welchen Grund? ()

Margret TrojerMargret Trojer, 31. Oktober 2016
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon am 31.Oktober 2016
Margret Trojer
Reliphon am 31.Oktober 2016
Margret Trojer

Welchen Grund?
Einen andern Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. So steht es im 1.Korintherbrief 3, Vers11. Es ist das Wort, das wir alljährlich zum Reformationsfest neu bedenken. Martin Luther wollte, dass die Bibel fürs Volk lesbar wird, damit das was drin steht zum Lebewort wird. Das war der Grund, warum er sie aus dem lateinischen in die Sprache der damaligen Menschen übersetzte. Er wollte, dass die Menschen selber erkunden können, was drin steht und nicht auf das angewiesen waren, was man ihnen einfach eingeredet hat. Er hat gerungen und gesucht, sogar neue Worte erfunden um die Bibel verständlich zu machen. Den liebenden und gerechten Gott konnte er damit bekannt machen. Den Ablasshandel, also Geld zu bezahlen um die Sünden los zu werden, konnte er nicht länger ertragen. Allein der Glaube gilt. Der Glaube und die frohe Botschaft ist eine sehr persönliche Sache. Man kann ihn weder befehlen noch diktieren, anstoßen schon und das tat er mit der Bibelübersetzung fürs Volk, dem er aufs Maul schaute, damit sie verstehen konnten. Ein Anstoß durch Wort, Bild und Person. Martin Luther übersetzte für das 16.Jahrhundert passend. Weil wir heute ganz anders reden, die Sprache und wir uns wandeln, deshalb braucht es immer wieder neue Bibelübersetzungen. Unsere Landeskirche verschenkte an alle Kirchengemeinden eine neue Altarbibel in der neuesten Fassung zum Jubiläumsjahr 2017. Sie wird jetzt zum Reformationsfest und Beginn des Jubiläumsjahres feierlich in den Gottesdiensten eröffnet. Sie soll immer so aktuell sein, dass die jeweiligen Menschen sie verstehen können und gerne darin lesen. Dennoch singen wir immer noch gerne das berühmte Lutherlied aus dem Jahr 1529: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seins gleichen. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muss er behalten. Ja, einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus! Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Woche.
Ihre M. T.

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