Reliphon

Gedanken nachspüren… ()

Margret TrojerMargret Trojer, 15. August 2016
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon am 15. August 2016 für 2 Wochen wegen Ferien
MargretTrojer

Gedanken nachspüren…
Ich blättere in meinem Urlaubsbuch von 2007 weiter. Immer wieder lese ich, wie Gott uns in dieser Zeit auf ganz besondere Weise beschenkt, begleitet und erquickt. Wir sehen blühende riesige Oleanderbüsche, Hibiskus in den schönsten Farben, Kakteen blühend und mit Früchten, die scheinbar eßbar sind, Feigen kann man ernten, wo man niemals gesät hat, Oliven, Orangen, Trauben in Hülle und Fülle. Ich lese weiter: heute hielt ich mich lange am Wasserrand auf, es war später Nachmittag, die Sonne war warm und ein kühler Wind wehte darüber. Ich ließ die ankommenden Wellen über meine Füße gleiten und beobachtete, wie die Wellen am Strand entlang wie Echo ankommen, immer ganz kurz hintereinander klatschen sie auf den Sand immer weiter und weiter. Wie lange ich da zugeschaut habe weiß ich nicht, der Anfang war immer an meinen Füßen. Winzige Steinchen, wie flache Knöpfe in verschiedenen Farben kommen an, will man sie festhalten muss man schnell sein. Mit der nächsten Welle sind sie wieder fort. Ein andermal war der Weg zum Strand durch die Dünen wieder glühend heiß. Man muss zügig gehen obwohl es schwer ist durch den hohen Sand zu stapfen. Oft schon dachte ich darüber nach, dass man diesen Weg mit einer Geburt vergleichen könnte. Diese Schmerzen in dem Sand, die nicht zu umgehen sind. Dann, wenn es am unerträglichsten wird, kommt das Gebiet vor dem Wasser, wo der Sand feucht und abgekühlt ist. Das ist wie der kurze Moment der Entspannung zwischen zwei Wehen, wenn man durchatmen kann. Dann der Weg durch tiefen feuchten Sand ins Wasser, mal eine Art Stufe dazwischen, das kalte Wasser dann bis zur Hüfte, ehe man dann mit einem Ruck drin ist. Ein paar Bewegungen und alles ist vergessen – es ist nur noch weich, warm und angenehm. Ja manchmal hört man einen Schrei bis wieder jemand drin ist. Das alles passt auch zur Geburt, ab dem Pressen, geht es leichter und ist vor allem bald vorbei. Auch da ist sogleich aller Schmerz weg, wenn das Kind seinen ersten Schrei tut und weich und warm auf dem Bauch liegt. Da kann man nur noch singen: Alles was atmet, alles was lebt, stimmt in den Jubel der Schöpfung ein, dir zu lobsingen mit meinem Lied, das soll der Sinn meines Lebens sein. Ich wünsche Ihnen und mir gute Zeiten, in denen wir unseren Gedanken nachspüren können. Ihre M. T.

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