Reliphon

Mut zum Brückenbau? ()

Margret TrojerMargret Trojer, 20. Juni 2016
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon an 20.Juni 2016
Margret Trojer

Mut zum Brückenbau?
Die Tageslosung des letzten Sonntags hat mich angesprochen, da heißt es bei Jesaja 66 Vers1: So spricht der Herr: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet? Da stellt sich die Frage, wie geht es uns, wenn wir berühmte Kirchen betreten, einen Dom, eine Kathedrale, ein Münster, die Kirche in der wir ein persönliches Fest gefeiert haben oder eine Dorfkirche, die durch ihren Altar bekannt wurde? Immer etwas Besonders um Gott die Ehre zu geben, IHN anzubeten. Beschränken wir die Gegenwart Gottes damit auf das Gebäude? Meinen wir, IHM nur in diesem besonderen Gebäude nahe sein zu können, woanders eher nicht? Vergessen wir doch nicht, dass Gott weitaus größer ist, als der schönste Prachtbau; denn Er ist überall, IHN können wir durch seinen Heiligen Geist an jedem Ort erleben. Wir hier in Willsbach dürfen das gerade üben; denn unsere Kirche wird über Monate renoviert und die Gottesdienste finden im Gemeindehaus statt. Im ersten Moment ist es wirklich gewöhnungsbedürftig, manche Gemeinden kennen das, wenn es aus Heizkostengründen so gehandhabt wird. Mir selber ging es zunächst auch so, dass mir anscheinend etwas fehlte, aber genau genommen…was denn? Gott wird es egal sein, wo wir uns in seinem Namen treffen. Taufen fanden auch schon im Gemeindehaus statt, Hochzeiten weichen in die Nachbarkirchen aus, scheinbar spielt da die Räumlichkeit doch eine wichtige Rolle. Wir haben am Sonntag das Lied Nummer 649 gesungen: Herr gib uns Mut zum Brückenbauen, gib mir den Mut zum ersten Schritt. Laß mich auf deine Brücken trauen und wenn ich gehe geh du mit. Wir können Gott wirklich überall begegnen, er hilft uns auch, dies im Alltag zu tun, eben Brücken bauen; denn wir sind als Gottes Bodenpersonal unterwegs. Dieser Liedtext ist von Kurt Rommel aus dem Jahr 1963. Das erinnerte mich an meine Teenagerzeit damals in Bad Cannstatt. Dort war er Jugendpfarrer und durfte mit den vom ihm ins Leben gerufenen Jugendgottesdiensten, mit diesem modernen Zeug, nicht in die Stadtkirche rein. Er fand den Ausweg, das Kino anzumieten und dort fanden dann regelmäßig Jugendgottesdienste mit modernen Liedern und Gitarrenbegleitung und seiner Predigt statt. Damals wurde auch in mein Leben Samen gestreut und ich freu mich heute noch, dabei gewesen zu sein. Deshalb gilt und damit grüße ich Sie: Herr gib uns Mut zum Brückenbauen, gib mir den Mut zum ersten Schritt. Ihre M. T.

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