Reliphon

Wie lange noch, Herr? ()

Margret TrojerMargret Trojer, 16. November 2015
Part of the Reliphon series, preached at a Reliphon service

Reliphon am 16.November 2015
Margret Trojer

Wie lange noch, Herr?
Kennen Sie diese Frage auch? Das fängt im Auto an, wenn die Kinder alle paar Minuten fragen: wie lange dauert`s noch? Auch im Alltag ist diese Frage präsent…wann gibt`s Essen, wie lang bleibst du weg, wann sind die Raten abbezahlt, wann bist du endlich angezogen? Wie lange wird denn die OP dauern, wie lange muss der Gips bleiben, Krankenhausaufenthalt, wie lange noch? Auch sehnsuchtsvoll kann diese Frage sein: Wie lange noch, bis der Zug einfährt, wie lange dürfen wir noch zusammen sein, wie lange?...setzen Sie selber ein, was Sie grad freut oder schmerzt. Manchmal können wir auch fragen: wie lange hält diese Hochform, oder auch das finstere Tal noch an? Warum grad ich oder warum bleibe ich verschont? Der Psalm 13 hat genau diese Frage zur Überschrift, hören sie die Worte Davids nach der Übersetzung: Hoffnung für Alle! Herr, wie lange wirst du mich noch vergessen, wie lange hältst du dich vor mir verborgen? Wie lange noch sollen sorgen mich quälen, wie lange soll der Kummer Tag für Tag an mir nagen? Wie lange noch wird mein Feind über mir stehen? Herr, mein Gott, wende dich mir wieder zu und antworte mir! Lass mich wieder froh werden und Mut gewinnen, sonst holt mich noch der Tod. Mein Feind würde triumphieren und sagen: „Den habe ich zur Strecke gebracht!“ Meine Unterdrücker würden jubeln über meinen Tod. Ich aber vertraue auf deine Liebe und juble darüber, dass du mich retten wirst. Mit meinem Lied will ich dich loben; denn du hast mir Gutes getan. Amen! Hier hören wir, was der Dichter alles zu ertragen hatte – auch wir fragen uns oft: wie lange geht das Leben noch so weiter? Ich bin müde vom stöhnen, vorm Angst haben müssen, vom beschämt werden, vom wachliegen, vom weinen…wie lange noch? Ich halte das nicht mehr aus, hast du mich vergessen? Was können wir tun, um dieser bangen Frage etwas entgegensetzen zu können? Wir können unserem Gott vertrauen! Letztendlich haben wir kein überzeugenderes Wort; IHM dürfen wir vertrauen! Das löst nicht alle Rätsel und beantwortet auch nicht alle Fragen, aber es gibt uns genug, worauf wir unser Leben aufbauen können. Durch Jesus haben wir Anspruch, zuversichtlich sein zu dürfen; ER ist vertrauenswürdig, ER ist der Herr über Freud und Leid, all unsere Fragen und über Leben und Tod. Deshalb dürfen wir mit einem Loblied einstimmen. Ihre M. T.

Tags:

Earlier:Same day:Later:
« …mein Herr Käthe!Kein Abschied ist ein scharfes Schwert…. »
Powered by Sermon Browser