Atemholen bei der Multiplikatorenschulung zum neuen Kurs “Beten-Atemholen der Seele”

von Gabriele Bankmann

Vom 12. – 14. Juni 2020 durfte ich zum Kursleitertreffen in die Tagungsstätte Löwenstein fahren, um den neuen Kurs von Stufen des Lebens“ Beten – Atemholen der Seele“ zu erleben.

Durfte –  ist hier genau das das richtige Wort. Denn durch COVID 19 mussten und müssen wir alle immer wieder danach fragen, was geht, was verantwortlich ist, was man darf, was erlaubt ist.

So war allein schon das Stattfinden dieses Kurses und das Wiedersehen von vertrauten Gesichtern ein Atemholen für die Seele. Denn gerade in den letzten Monaten hatte Vieles auch unsere Seelen erschüttert und so passte das Thema dieses Kurses perfekt in diese Zeit  –  Gottes Timing.

In einem Zitat von Dag Hammersköld heißt es:

„Wir sollen jeden Morgen die Schale unseres Lebens hinhalten, um aufzunehmen, zu tragen und zurückzugeben.“

Die Schale, als Bild für unsere Seele, für mein Innerstes, das, was mich ausmacht, zieht sich durch den gesamten Kurs. Schon nach der ersten Kurseinheit war für mich klar, dieses Bild nehme ich mit. Das bleibt. Es ist abrufbar, weil es so eindrücklich ist.

Füllen lassen und leeren – so selbstverständlich wie einatmen und ausatmen.

Mit dieser großen Selbstverständlichkeit darf ich zu Gott kommen.

Mit ihm reden. Ich darf meine Schale, mit allen Schrammen und Rissen zu ihm bringen. Darf zu ihm kommen, wie ich bin.

Weiß ich das nicht eigentlich?

Klar, irgendwie schon – aber ich vergesse es auch immer wieder. Und hänge dann die Latte des Glaubens für mich oft höher, als sie in Wirklichkeit ist. Deshalb tat es so gut, anhand von vier neutestamentlichen Texten ganz neu über das Gebet und die Beziehung zu Gott nachzudenken.

Dabei hat sich mir ein Satz tief eingeprägt: „Wenn ich zu Gott komme, dann komme ich auch zu mir.“

 Ich bin sehr dankbar für diesen Kurs, freue mich schon jetzt darauf, ihn weiterzugeben und bitte Gott darum, dass er viel Segen bewirkt.