Ich glaube, hilf meinem Unglauben – Jahreslosung 2020

„Ich glaube, hilf meinem Unglauben“

Ein verzweifelter Vater sieht seinen Sohn an einer unheilvollen Krankheit leiden und bittet Jesus um Hilfe. Sein Gebet ist ein einziger Schrei. Er ist machtlos, hilflos und sieht nur noch sein anfallskrankes Kind vor sich – und Jesus – der von den Möglichkeiten des Glaubens spricht.

Was für eine Situation! Einerseits die Verzweiflung und scheinbare Ausweglosigkeit des Vaters und andererseits dessen knieendes Gebet. Er sieht seinen eigenen Schatten, von dem er sich nicht trennen kann. Ein Stück seines Vertrauens und „kleinen Glaubens“. Aber er sieht ihn im Lichtkreuz der Begegnung mit Jesus im Gebet. Es ist der Ort, an dem er in seinem Hilferuf alles Jesus überlässt. Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.

Sogleich schrie der Vater des Kindes: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Und da ist er: der Lichtstrahl aus der Ewigkeit, aus dem Herzen des Gottessohnes. Jesus heilt den Jungen, nimmt ihn bei der Hand und richtet ihn auf! Der noch so kleine Glaube bewirkt – an Jesus gerichtet – sein Erbarmen und sein Handeln.

Math 9, 14-29

Karola Onken