Ein Heimkehrfest

Eine nicht ganz alltägliche Idee aus Maienfels zum Kurs „Liebe ist nicht nur ein Wort“

Der Kurs „ Liebe ist nur ein Wort“ liegt nun seit ein paar Tagen hinter uns. Wir ließen uns mitnehmen in die Begegnung mit dem liebenden himmlischen Vater.

Sei es bei der Geschichte mit Kain und Abel, die uns an manchen Stellen zu schaffen machte oder bei der Geschichte vom verlorenen Sohn.

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn war sogar an 3 Abenden Thema des Kurses. Ein bißchen viel wird mancher meinen. Doch im Verlauf wurde die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und vertieft. Dabei spielte das Fest, das zur Heimkehr des Sohnes gefeiert wurde, eine zentrale Rolle.

Daraus entstand die Idee noch einen 5. Kursabend dran zu hängen und solch ein Fest zu feiern. Die Teilnehmer waren schnell für ein solches Fest zu begeistern. Das größte Wunder war jedoch, dass wir tatsächlich einen gemeinsamen Termin gefunden haben, an dem alle 20 Teilnehmer kommen konnten.

Im Gemeindehaus wurden Tische und Stühle aufgebaut und festlich gedeckt. Auf den weißen Tischdecken standen Kerzenständer mit roten Kerzen, hohe Weingläser, Servietten und Blumenschmuck. Dazwischen waren Rosenblüten und Herzen gestreut. Manch einer war überrascht und meinte fast wie bei einer Hochzeit. Es machte uns wirklich Spaß, dieses Fest so auszugestalten. Und wie bei einer Festlichkeit üblich, war es auch erlaubt sich entsprechend zu kleiden, was für manche Überraschung sorgte. Natürlich durfte auch ein Buffet nicht fehlen. Es war erstaunlich welche Köstlichkeiten mitgebracht wurden und wie jeder etwas beisteuerte.

 

So begannen wir unser Fest mit einem stilgerechten Sektempfang. Danach sangen wir eines unserer Kurslieder um dann eine kleine Tanzeinlage von 2 Teilnehmern gemäß den Worten „ und von weitem hörte er Musik und Tanz“ zu sehen. Mit einem Tischkanon eröffneten wir das herrliche Buffet.

Um das Thema des liebenden Vaters noch einmal aufzugreifen, sangen wir einige Kurslieder zwischen Hauptgang und Dessert und hörten Beispielgeschichten, die Gottes Wesen verdeutlichen sollten. Lesen sie selbst:

Die Hand des Vaters 

Ein kleines Mädchen und ihr Vater wollten eine Brücke überqueren. Da bemerkte der Vater, dass seine Tochter vor Angst zitterte, denn die Brücke war sehr hoch. Da meinte der Vater zu ihr: „ Halte meine Hand, dann kann Dir nichts passieren.“ Sie antwortete ihm: „ Nein Papa, halte Du lieber meine Hand“. Ihr Vater war etwas verwundert und fragte: „ Aber wo ist da der Unterschied?“ Das kleine Mädchen antwortete: „ Weißt Du Papa, wenn ich Deine Hand halte, dann kann vielleicht etwas passieren und ich könnte Deine Hand loslassen. Aber wenn Du meine Hand nimmst, dann weiß ich einfach, dass du sie nie loslassen würdest. Egal was auch passiert.

Mit einem Gebet und Segen schlossen wir den offiziellen Teil ab, was aber nicht bedeutete dass die Feier zu Ende war. Nein wir blieben sitzen solange wir wollten. Austausch und Gespräch sollten ja auch nicht zu kurz kommen. Gemeinschaft erleben, sich gegenseitig begegnen war uns auch sehr wichtig.

Am nächsten Tag war Zeit genug das Gemeindehaus wieder aufzuräumen.

Alles in allem haben wir zusammen einen wunderschönen Abend erlebt, der unsere Gemeinschaft gestärkt hat. Hier konnten wir nachspüren, wie wunderbar solch ein Fest sein kann an dem jeder willkommen ist und mit offenen Armen empfangen wird: ein Vorgeschmack auf den Himmel.

Der Vater erwartet uns.

Es grüßt Euch herzlich

Heidrun Laidig ( Kursleiterin in Maienfels)